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Chronik

 
 

Rettung Eichgraben - von 1948 bis heute

301_dodge

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Eichgraben eine aufstrebende, modernisierungswillige Gemeinde, sodass sich einige engagierte Bürgerinnen und Bürger Gedanken über eine eigene Rettungsstelle machten. Ursprünglich wurden Rettungseinsätze und Krankentransporte von der Feuerwehr durchgeführt. Durch die Unterstützung des Eichgrabener Theatervereines D'Gmüatlichen war es möglich, im April 1948 das erste Rettungsauto - einen nach damaligen Standards hochmodern ausgestatteten amerikanischen Dodge - zu kaufen, der die für diese Zeit fast unvorstellbare Summe von 5.000 Schilling kostete. Am 1. Juli 1948 wurde der ASBÖ Eichgraben als erste eigenständige Samariterbundgruppe Niederösterreichs offiziell gegründet.

Seit diesem Tag sind wir ständig in Bewegung, um für die Einwohner Eichgrabens und Umgebung eine hervorragende präklinische Versorgung bieten zu können.

Bald nach der Inbetriebnahme des "legendären" Dodge wurde ein zweites Fahrzeug notwendig: ein Ford FK 1000 wurde angeschafft. Für damalige Zeiten sehr modern waren auch die darauffolgenden Rettungs- und Krankentransportwagen, zu denen unter anderem Autos der Marken Citroen, VW und Toyota zählten. Sogar ein Puch Haflinger, der für das schwierige Gelände in der Umgebung bestens geeignet war, stand einmal in unserer Garage.

Im Jahr 1972 konnte mit Hilfe der spendenfreudigen Bevölkerung von Eichgraben, Hochstrass, Rekawinkel und Unter-Oberndorf, eine moderne Funkanlage errichtet werden. Diese Anschaffung erleichterte die einsatztaktische Kommunikation - bis zur Einführung der niederösterreichweiten Rettungsleitstelle LEBIG im Jahr 2003 wurden ja alle unsere Einsätze direkt von unserer Dienststelle aus koordiniert - erheblich. Im Laufe der Jahre wurde die Funkanlage immer wieder generalüberholt und modernisiert, so wurden zum Beispiel eine Hochantenne installiert und die Einsatz-Alarmierung über Pager realisiert.

Unsere Einsatzzentrale befand sich anfangs noch im Gemeindeamt, wo die "Rettungsleute" zusätzlich zu einer Garage auch einen kleinen Aufenthaltsraum zur Verfügung hatten. Bald wurde dieser Raum zu klein, nach längerer Suche wurde das jetzige Rettungshaus in der Auhofstraße 3 angekauft. Durch einen Kredit, der dank der umsichtigen Kassengebarung unserer langjährigen Kassierin Erika Appel heute schon vollständig abgezahlt ist, war es uns möglich, das Haus aufzustocken und generalzusanieren. Die Dienststelle beinhaltet nicht nur acht Garagenplätze für unsere Rettungswägen und eine moderne Einsatzzentrale, sondern auch einen Lehrsaal, eine gemütliche Küche, sowie Aufenthalts- und Schlafräume für die diensthabende Mannschaft. Kurioses Detail am Rande: der Tisch, der heute in unserer Küche steht, stand bereits im Aufenthaltsraum der alten Dienststelle im Gemeindeamt!

Obleute seit 1948: 

  • Bgm. Dir. Franz RONZAL
  • Friedrich GEYER
  • Karl SCHÖNBAUER
  • Gerhard EIBNER
  • Trude WITTA
  • Werner FÜZER
  • Günther WEIGL
  • Stefanie RESCH (interimistisch)
  • Peter HABEL