Vier Wochen nach Beginn des Hilfseinsatzes ist das
fünfköpfige Team des Samariterbundes heute Freitag aus Haiti nach Wien zurückgekehrt. Damit geht die erste Phase des Haiti-Einsatzes, in der es vor allem um Soforthilfe ging, zu Ende. In einer nächsten Phase wird sich der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs intensiv im Wiederaufbau und der Instandsetzung wichtiger Objekte engagieren. Als Vorbereitung für diese zweite Phase der Haiti-Hilfe hat das Einsatzteam vor Ort bereits mögliche Projekte evaluiert.
Anlässlich des Welttages der Sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar fordert der Samariterbund eine sozial gerechte Umverteilung in Österreich sowie eine Erhöhung der Budgets für Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe.
Eine zerstörte Ambulanz in Saint Etienne, im südwestlichen Berggebiet Haitis gelegen, hat dank der Unterstützung des Samariterbundes ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Über 4.000 Personen verfügten seit dem Erdbeben in der schwer zugänglichen Gegend zwischen Leogane und Jacmel über keinerlei medizinische Infrastruktur. Es gibt in Saint Etienne außerdem weder fließendes Wasser noch Strom. Die Dorfbewohner hatten auf dem Vorplatz der beschädigten Kirche einen palmenbedeckten Behandlungsraum errichtet. Der Samariterbund unterstützte bei der Beschaffung der gesamten Ausstattung. Neben Medikamenten und Verbandsmaterialien wurden Babynahrung, technische Geräte und – nicht zuletzt – ein benzinbetriebener Generator übergeben. Während der letzten Wochen wurde das Gebiet vom mobilen medizinischen Einsatzteam des Samariterbundes betreut. Nun kann die örtliche Krankenschwester Lucille ihre Patienten endlich wieder selbst behandeln.
Über zwölf Millionen Kilometer legen die Einsatzfahrzeuge des Samariterbundes jährlich zurück. Als zweitgrößte Rettungsorganisation Österreichs weiß der Samariterbund um die Wichtigkeit eines schnellen und korrekten Notrufs: Nur wenn schnell alarmiert wird, können die Samariter auch schnell reagieren.
Das Team der ASBÖ Gruppe Mödling, das sich ausschließlich mit Wasserrettungsaktivitäten beschäftigt, ist gefragt: wieder ein Mal wurde es in einer wichtigen Mission für Sicherungstätigkeiten engagiert.
Am 22. Jänner waren sie ins Katastrophengebiet aufgebrochen, vergangenen Freitag sind nun drei Mitglieder des medizinischen Nothilfeteams des Samariterbundes wieder in Wien eingetroffen. Dr. Marcel Sedlacko und Tomas Dovjak vom Slowakischen Samariterbund sowie Christian Wagner vom ASBÖ hatten in den vergangen zwei Wochen in der Region Leogane hunderte Patienten behandelt. Am 4. Februar waren drei Samariter nach Haiti abgereist, um das medizinische Kernteam abzulösen.
Bereits am 5. März beginnt das Rahmenprogramm der Blaulicht-Ski-WM mit einer Rodelgaudi vom Schatzberg. Am 6. März findet dann der Riesentorlauf statt. Nach der Siegerehrung folgt dann der Festbetrieb mit der Gruppe "Kreuz & Quer".
Das mobile medizinische Team des Samariterbundes in Haiti ist seit 24. Jänner 2010 im Einsatz. Heute Donnerstag, 4. Februar 2010, ist nun ein weiteres, dreiköpfiges Team des Samariterbundes abgereist, um einen Teil der Mannschaft abzulösen. Wieder werden zwei Mitglieder des slowakischen Samariterbundes (ASSR) mit dabei sein: der erfahrene Notfallmediziner Dr. Zaher Mahmoud sowie, als erste Frau im Samariter-Einsatzteam, die Notfallsanitäterin Dana Spisiakova. Aus den eigenen Reihen stößt der Niederösterreicher Alexander Grasmann zum Team, der als Notfallsanitäter bereits nach der Tsunami-Katastrophe in Sri Lanka Einsatzerfahrung sammeln konnte. Diese drei Personen werden Dr. Marcel Sedlacko, Tomas Dovjak und Christian Wagner ablösen, die am 5. Februar wieder in Wien erwartet werden.
Die Samariterbund Tirol gGmbH war für die vom 19.01.2010 bis 28.01.2010 ausgetragene Handball EM in Innsbruck mit der sanitätsdienstlichen Absicherung beauftragt.