Oft kommt die Hundestaffel Ebreichsdorf wochenlang nicht zu Einsatz. Am 1. Juli wurden die Rettungsteams jedoch gleich zweimal gerufen. Und zweimal konnten den vermissten Frauen das Leben gerettet werden.
Erster Einsatz im Bezirk Neunkirchen
Am 01. Juli 2008 um 12.50 Uhr wurde die Rettungshundestaffel des ASB Ebreichsdorf von der LEBIG alarmiert. In Oberhöflein bei Neunkirchen war eine 67-jährige Pensionistin abgängig, welche am Abend des 30.06.2008 das letzte Mal bei einem Heurigen gesehen wurde.
Die Hundeteams Karin Spanner mit Gizmo, Erhard Volk mit Chaka, Barbara Haberfellner mit Ludwig und der Einsatzleiter der Rettungshundestaffel Thomas Nemeth machten sich auf den Weg zur Freiwilligen Feuerwehr Oberhöflein, wo die Einsatzbesprechung stattfand.
Mit von der Partie waren Hundeführer vom ASBÖ-Landesverband Wien, vom ASBÖ Graz und Helfer vom ASBÖ Simmering und Favoriten, welche glücklicherweise zu diesem Zeitpunkt eine Übung im Tritolwerk gemeinsam mit dem Bundesheer abhielten.
Die Suchgebiete wurden eingeteilt, wobei eine Gruppe von Wolfgang Wedan (ASBÖ Simmering) geleitet wurde, die zweite Gruppe wurde von Karin Spanner (ASBÖ Ebreichsdorf) angeführt. Beim Eintreffen in den jeweiligen Suchgebieten wurde die vermisste Dame von Leuten der Feuerwehr glücklicherweise unverletzt und munter aufgefunden.
Auch in Alland wurde eine Frau seit 48 Stunden vermisst
Nachdem der Einsatz in Oberhöflein erfolgreich beendet war, wurde bekannt, dass in Alland/Lamerau eine 62jährige Frau seit Sonntag Nachmittag abgängig sei. Nachdem mit der Polizeiinspektion Alland Rücksprache gehalten wurde, machten sich die Hundeführer und Helfer des Samariterbundes gemeinsam mit weiteren Hundeführern des Roten Kreuzes auf nach Alland um nach der vermissten, verwirrten und psychisch kranken Frau zu suchen.
Nachdem alle Einsatzkräfte vor Ort eingetroffen waren, wurde eine Einsatzbesprechung abgehalten. Wolfgang Wedan hatte die Einsatzleitung vor Ort, Karin Spanner war Einsatzleiterin der Rettungshundeteams. Der Samariterbund war mit insgesamt acht Hundeführern und neun Hunden, zwei Notfallsanitätern und zwei Rettungssanitätern vor Ort, weiters waren noch drei Helfer vor Ort. Das Rote Kreuz unterstützte uns mit insgesamt neun Hundeteams und zwei Helfern. Das Gebiet wurde unter den Organisationen aufgeteilt. Weiters vor Ort war die Feuerwehr Klausen-Leopoldsdorf, welche uns tatkräftig unterstützte.
Die Suche wurde um 18.30 Uhr begonnen und konnte um 18.40 Uhr erfolgreich beendet werden, da die vermisste Person von einem Hundeteam des Samariterbundes aufgefunden wurde. Die Frau war in einem recht guten Zustand und wurde nach Erstversorgung unserer vorhandenen Notfall- und Rettungssanitätern erstversorgt und mit Unterstützung der Feuerwehr zum Stützpunkt gebracht. Anschließend wurde die Pensionistin mit einem RTW in das Krankenhaus Baden gebracht.
Wir danken der Polizei Alland und der Freiwilligen Feuerwehr Klausen-Leopoldsdorf für die Unterstützung. Weiters danken wir der Hundestaffel des Roten Kreuzes für die hervorragende Zusammenarbeit. Eine stolze Einsatzleiterin Karin Spanner: "An einem Tag konnten zwei Menschenleben gerettet werden, indem die Hundestaffel zeitgerecht verständigt wurde. Einsätze wie aus dem Lehrbuch!"