Chronik



Erstmals wurden im Jahre 1956 Sanitätstransporte in Loosdorf unter dem Namen "Rettungsstelle der Marktgemeinde Loosdorf" mit einem Sanitätskraftwagen aus der Kriegszeit durchgeführt. Damalige Fahrer waren Josef Mayer und Josef Stern. Als Schwestern fungierten Rosa Mayer, Anna Schefbäck und Leonie Stern. Der Rettungsbetrieb konnte nur unter schwierigsten Bedingungen aufrecht erhalten werden.

Die ersten Rettungs- und Krankentransporte unter dem Namen des Samariterbundes wurden 1959 durchgeführt. Am 9. September dieses Jahres wurden die ersten Funktionäre der Gruppe Loosdorf der Bezirkshauptmannschaft bekannt gegeben. Von dieser Zeit an wurde in Loosdorf ein aufrechter Rettungsbetrieb mit einem Krankentransport (KTW) durchgeführt.

1960 wurde eine Gruppenhauptversammlung bei der Samaritergruppe Loosdorf durchgeführt, wobei als neuer Obmann Josef Stern und als Stellvertreter Johann Zöchbauer gewählt wurden. Technischer Leiter der Gruppe blieb Josef Mayer. Der damalige Gruppenarzt war der Loosdorfer Gemeindearzt Dr. Friedrich Ipolt. Von der Gemeinde wurde ein Krankentransportwagen zur Verfügung gestellt und verwaltet. Die Verrechnung der Transporte wurde über die Gemeinde abgewickelt.

Im Oktober begann ein zwölfwöchiger Sanitätskurs mit 19 Teilnehmern.

Anfang 1961 hatte die Gruppe Loosdorf 44 Mitglieder. Mit 5. April war diese Zahl bereits auf 136 Mitglieder angewachsen. In der Hohen Schule wurde ein kleines Dienstlokal eingerichtet. In den letzten zwei Monaten dieses Jahres konnte die Gruppe mit 44 Ausfahrten aufwarten, wobei bei 7 Unfällen Hilfe geleistet wurde. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum ca. 1300 km zurückgelegt.

Anhand einer Puppe, welche eine Gummilunge hatte, wurde 1962 von Prim. Dr. Rosar eine neue Methode der Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage, an der die Sanitäter und Schwestern teilnahmen, vorgeführt.

1962 wurde durch Ankauf von abgelegten Uniformen der Gendarmerie eine Vereinheitlichung der Uniformierung der Samaritergruppe Loosdorf erzielt. Im Dezember wurde Bgm. Schefbäck bei der Gruppenhauptversammlung zum Ehrenobmann ernannt. Von August 1960 bis Dezember 1962 wurden insgesamt ca. 10.500 km bei 673 Einsätzen zurückgelegt.

1963 wurde bereits ein zweiter Rettungswagen angekauft, welcher bei einer Schauübung mit der FF Loosdorf am 15. September 1963 von Pfarrer GR DDr. Josef Rothenschlager feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben wurde.

Am 8. Februar 1964 fand der erste Samariterball im Volksheim Loosdorf statt.

1966 wurde unter Teilnahme von 42 Personen und der Mitwirkung der technischen Landesleitung und des Gruppenarztes ein Sanitätskurs-S1 abgehalten.

In verschiedenen Berufsschulen, im besonderen Pöchlarn, wurden 1967 bis 1973 von Josef und Rosa Mayer Erste-Hilfe-Kurse veranstaltet. Bei einer Vorstandssitzung wurde der Beschluß über den Ankauf eines Beatmungsgerätes und der Abhaltung von Sanitätsübungen beschlossen.

Der Mitgliederstand hatte sich 1973 bereits auf über 400 Personen erhöht. Bei einer Blutspendeaktion des Krankenhauses St. Pölten konnten 130 Personen gezählt werden. Am 20. Oktober fand in Loosdorf die Landeshauptversammlung der Samariterbundes Österreichs statt. Unter den Ehrengästen konnte auch Fr. Minister Dr. Leodolter begrüßt werden. In den Jahren 1971 und 1972 wurden von den freinwilligen Mitarbeitern des Samariterbundes Niederösterreich in nahezu 165.000 Einsatzstunden 24.000 Einsätze getätigt. Bei rund 25.000 Transporten wurden 1,1 Mio. Kilometer in Niederösterreich zurückgelegt.

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