Das Geschehen erinnert an die Gasexplosion, die vor mehr als zehn Jahren ein Mehrparteienwohnhaus in Wilhelmsburg in einen gigantischen Trümmerhaufen verwandelte. Die "physische Sichtbarkeit" der Katastrophe sei nach Angaben von Rettungskräften nicht so groß wie damals, da das Haus nur teilweise eingestürzt sei.
Die starke Rauchentwicklung erschwert und verzögert immer wieder die Arbeiten, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehren, Dietmar Fahrafellner. "Die Arbeit gestaltet sich schwierig. Wir sind in einem kleinen Siedlungsgebiet, wo die Straßen sehr eng sind. Hier gibt es keine Möglichkeit, Schutt abzulagern. Das muss alles verladen und weggebracht werden. Das ist ein erheblicher Aufwand", so Fahrafellner.
Betroffene werden in Krisenzentrum betreut:
Das Wohnhaus am Spratzerner Kirchenweg in St. Pöltner gleicht einem Trümmerhaufen. Noch immer raucht es stark. Rund 500 Feuerwehrleute sind nach wie vor im Einsatz.
Die aus den umliegenden Häusern in Sicherheit gebrachten Menschen werden derzeit von Kriseninterventionsteams betreut.
Brigitte Wichitill, eine der Evakuierten, blieb unverletzt und wird derzeit im Krisenzentrum betreut. "Der Schock sitzt tief", sagte sie.
Zur Sicherheit ist der Stadtteil St. Pölten-Süd großteils immer noch evakuiert.
Auch Caroline Kirner, eine junge Anrainerin, musste zusammen mit ihrer Familie das Haus verlassen. Sie wurde Augenzeugin des Vorfalls. "Es war sehr schlimm", berichtete sie.
Foto: Dominik Meierhofer, Pressedienst Samariterbund NÖ