Am 30. Jänner 2010, um 17.00 Uhr ging ein (fiktiver) Notruf bei der Telefonnummer 140 (Notrufnummer der Österreichischen Bergrettung) ein, wo es hieß, dass vier Jugendliche seit den Morgenstunden abgängig sind und in Kaltenleutgeben im Bereich Wiener Hütte das letzte mal gesichtet wurden. Nach einer mehrstündigen, vergeblichen Suche wurde dann von der Bergrettung die Einsatzzentrale des Samariterbundes Wien alarmiert und um Unterstützung angesucht.
Genau eine Woche nach dem ersten Einsatzteam sind heute Freitag zwei weitere Helfer des Samariterbundes nach Haiti aufgebrochen. Die beiden Notfallsanitäter Josef Riener, MSc. und Thomas Grall bringen dringend benötigte Medikamente und Ausrüstungsgegenstände ins Erdbebengebiet mit. Sie ergänzen das mobile medizinische Behandlungsteam des Samariterbundes in der stark zerstörten Region Léogâne, westlich der Hauptstadt Port-au-Prince.
Das fünfköpfige Einsatzteam des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs war am vergangenen Freitag ins Katastrophengebiet aufgebrochen. In Santo Domingo fand ein Informationsaustausch mit Mag. Gerhard Kovatsch statt, der als Mitarbeiter der GEZA (Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH des Samariterbundes) bereits seit 16. Jänner vor Ort war. Mit Flugzeugen und Hubschraubern der Vereinten Nationen wurde das Einsatzteam samt Ausrüstung am 24. Jänner 2010 nach Port-au-Prince verlegt. Das Samariterbund-Team bezog Unterkunft im Haus einer örtlichen Non-Profit-Organisation außerhalb von Port-au-Prince.
Vom 20. – 21. Jänner 2010 fand in Klosterneuburg/NÖ die diesjährige Jahrestagung des SKKM statt, wobei Vertreter von Ministerien, Einsatzorganisationen und Bundesländer vertreten waren. Vom Arbeiter Samariter Bund Österreichs waren Wolfgang Zimmermann, Bundesrettungskommandant und Josef Riener, Abteilung Einsatz- und Auslandshilfe bei dieser wichtigen Veranstaltung. Tagesaktuell wurde natürlich über die aktuelle Lage und vom laufenden Einsatz österreichischer Hilfsorganisationen in Haiti berichtet, wobei der ASBÖ wie bereits berichtet ein Team aus Spezialisten in das Krisengebiet entsandte.
(APA) - Akute medizinische Nothilfe und das Sammeln von Informationen für den Wiederaufbau im Erdbeben-Katastrophengebiet von Haiti - das sind die Aufgaben eines fünfköpfigen Teams des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ), das sich Freitag früh vom Flughafen Wien-Schwechat zunächst in Richtung Dominikanische Republik aufmachte. Man erwartete, am Sonntag in Haiti einzutreffen.
Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) wird am Freitag, den 22. Jänner 2010, ein Einsatzteam ins Katastrophengebiet in Haiti entsenden. Das fünfköpfige Team ist für die basismedizinische Versorgung der notleidenden Bevölkerung ausgerüstet und besteht aus Einsatzleiter, Arzt, Sanitätern und einem Logistiker. Zwei Teammitglieder stellt der slowakische Samariterbund (ASSR).
Nach dem schweren Erdbeben in Haiti bereitet sich ein Einsatzteam erfahrener Katastrophenhelfer des Samariterbundes darauf vor, ins Katastrophengebiet aufzubrechen, um die basismedizinische Versorgung der Bevölkerung zu unterstützen und Möglichkeiten für den Wiederaufbau zu erkunden. Die Stadt Wien stellt einen Betrag von 500.000 Euro als Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti zur Verfügung. Die Hälfte des Betrages, also 250.000 Euro, soll für die Reparatur und den Wiederaufbau von Schulen, Kindergärten und Wohnhäusern verwendet werden, wobei die Stadt Wien plant, den Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs mit dem Wiederaufbauprojekt zu beauftragen, da dieser bereits im Rahmen der Tsunami-Katastrophe des Jahres 2004 in Sri Lanka in diesem Bereich verdienstvolle Arbeit geleistet hat.
Der Samariterbund ist seit Bekanntgabe der Katastrophe in Haiti einsatzbereit. Sofort nach Einlangen des Erdbebenalarms-SMS am 12.01.2010 um 22:17 Uhr wurde im der Einsatzzentrale des Samariterbundes die Alarmstufe II (Einsatzmöglichkeit) ausgerufen, das Lagezentrum besetzt und mit Lageerkundungen begonnen.
Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 in Haiti ist die komplette Strom- und Wasserversorgung im Land zusammengebrochen. Das Ausmaß der Zerstörung ist enorm und es wird eine sehr hohe Opferzahl erwartet.
Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs gehört zu den Organisationen, die mit dem österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet sind.