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13.Oktober: Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung

Auszeichnungen für die Katastrophenhilfe des Samariterbundes


Wie kann man Menschen im Falle eines Erdbebens am besten aus Trümmern retten und medizinisch versorgen? Wie bereitet man nach Naturkatastrophen sauberes Trinkwasser auf? All diese Szenarien werden bei den Übungen des internationalen Katastrophenhilfsdienstes des Samariterbundes durchgespielt. Als internationale Katastrophenhilfe-Einheit steht das Samaritan Austria – Rapid Response Team (SA-RRT) mit entsprechenden Einsatzmodulen und Spezialisten für Einsätze bereit. 

Internationale Zusammenarbeit

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs engagiert sich in diversen internationalen Netzwerken im Bereich der internationalen Katastrophenhilfe, wie z.B. bei den Samaritan International (SAM.I), einem Zusammenschluss aller Samariterbund-Organisationen in ganz Europa, wo der ASBÖ auch das Civil Protection Competence Center stellt. Seit vielen Jahren ist der ASBÖ auch als aktiver Bestandteil im Katastrophenhilfemechanismus der Europäischen Union (Union Civil Protection Mechanism), der in Österreich durch dasBundesministerium für Inneres koordiniert wird, tätig. Dafür hält der Samariterbund die Katastrophenhilfe-Einheit SA-RRT mit ihren Fähigkeiten und Einsatzmodulen bzw. Koordinierungs-Experten für mögliche internationale Einsätze bereit. 

1. Platz und 3. Platz für den ASBÖ bei SAM.I Awards

"Bei den internationalen Projekten haben wir durch die Teilnahme am 'floods project' den 1. Platz und durch die Teilnahme am 'Zadruga'-Projekt den 3. Platz eingefahren", freut sich ASBÖ-Bundeseinsatzleiter Wolfgang Krenn. Der Samaritan's B.E.S.T. („Borderless Extraordinary Samaritan Team") Award wurde 2013 gestartet, um Projekte der SAM.I.-Organisationen öffentlich vorzustellen. "Der Samariterbund Österreichs war dieses Jahr mit zwei Projekten beteiligt", sagt Paul Wardenga, Presse-Betreuer von Samaritan International. "Das Projekt 'Zadruga" belegte den 3. Platz des internationalen Preises, das SAM.I.-Flutprojekt, bei dem der ASBÖ im Jahr 2016 eine internationale Übung im Burgenland abhielt, gewann den 1. Platz des internationalen Preises." 

Regelmäßige Übungen für den Ernstfall

"Der Samariterbund hat mit seinen internationalen Organisationen in der Vergangenheit bereits bewiesen, wie wichtig es ist, rasch und koordiniert zu handeln. Ein Unglück wie das Erdbeben in Nepal oder der Taifun auf den Philippinen kommt plötzlich und meist unerwartet. Wenn es zum Ernstfall kommt, müssen Hilfekräfte wissen, was zu tun ist. Daher ist es im Vorfeld wichtig, Handlungsabläufe regelmäßig zu üben", so Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs und Vizepräsident von SAM.I. Daher nimmt das SA-RRT auch regelmäßig an internationalen Übungen und Fortbildungen teil. Die letzte Großübung, an der das SA-RRT mit seinem MUSAR (Erdbebenrettungsteam) Modul teilgenommen hat, war die EU ModEX Portugal 2017 im Juni dieses Jahres.  

Trinkwasser-Aufbereitung in Niederösterreich

Erst im September 2017 führten die Auslandskatastrophenhilfe-Einheit SA-RRT sowie der Landesverband Wien eine Übung mit den Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) für nationale und internationale Katastropheneinsätze durch. So lässt sich im Ernstfall mittels Umkehrosmose oder Sand- und Aktivkohle-Filter aus verschmutztem Wasser Trinkwasser herstellen. Ziel ist es, im Katastrophenfall der Bevölkerung möglichst schnell Trinkwasser zur Verfügung stellen zu können. Der Samariterbund leistet aber nicht nur kurzfristige Katastrophenhilfe, sondern auch Humanitäre Hilfe und längerfristige Entwicklungszusammenarbeit und engagiert sich seit vielen Jahren überall dort, wo Menschen in großer Armut leben.