Inhalt
< vorheriger Artikel

1.500 Euro für die Flüchtlingshilfe des Samariterbundes Wien

Spende kommt dem „Haus Sidra“ für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Meidling zugute


Im Rahmen eines MitarbeiterInnen-Fests der SPÖ Wien Anfang Dezember 2015 konnten die Gäste für die Flüchtlingshilfe des Samariterbundes Wien spenden. Insgesamt 1.500 Euro kamen so zusammen. Heute Dienstag wurde ein entsprechender Spendenscheck vom Landesparteisekretär der SPÖ Wien, Georg Niedermühlbichler und der Landesparteisekretär-Stellvertreterin, Katharina Schinner an Mag. Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien übergeben.

Die Gesamtspende kommt einer Einrichtung des Samariterbundes Wien, dem "Haus Sidra" in Meidling, zugute. Es handelt sich um ein Wohnhaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Dort finden 30 Burschen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren ein vorübergehendes neues Zuhause. Der Begriff "Sidra" bedeutet "Familie" in der Sprache Tigrinya, die in Eritrea gesprochen wird und steht für die Gemeinschaft, in der die Jugendlichen, die vorwiegend aus Syrien und Afghanistan, aber auch aus dem Irak, Eritrea und Bangladesch kommen, in diesem Wohnhaus leben.

Vormittags besuchen die Jugendlichen entweder regulär die Schule oder einen Deutschkurs, zu Mittag wird gemeinsam gekocht und nachmittags werden sportliche Aktivitäten angeboten. In ihrer Freizeit lernen die Jugendlichen zusätzlich mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen Deutsch - denn sie wissen, dass sie mit guten Deutschkenntnissen bessere Chancen im Leben haben. Einige von ihnen haben bereits den Hauptschulabschluss geschafft, ein paar andere besuchen sogar ein Gymnasium.

Einige Jugendliche engagieren sich im Sozialbereich: Sie betreuen ältere Menschen im Geriatriezentrum am Wienerwald. Somit handelt es sich um ein Projekt, das für alle eine Win-win-Situation ist: Den älteren Menschen wird Zeit geschenkt, und die jungen Flüchtlinge nützen jede Chance für zwischenmenschlichen Austausch. Denn Integration gelingt nur durch den Kontakt zu Menschen.

 

Im Bereich der unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen ist der Samariterbund stark auf Spenden angewiesen. Das Taschengeld, das die Jugendlichen im Rahmen der Grundversorgung bekommen, lässt für Freizeitaktivitäten keinen Spielraum. Spenden ermöglichen das Einschreiben in Sportvereine oder die Teilnahme an kreativen Workshops.