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Abschied von 17-333

Nach treuen 14 Dienstjahren wurde der Rettungswagen 17-333 endgültig außer Dienst gestellt und soll demnächst durch ein neues, modernes Fahrzeug ersetzt werden. 14 Jahre sind eine lange Zeit, weswegen wir diesem "ganz besonderen Auto" an dieser Stelle eine Art "Nachruf" widmen wollen.


"Status 7" sagen wir, wenn ein Rettungsauto in der Garage steht und für die Leitstelle nicht verfügbar ist. Vor kurzem wurde zum letzten Mal der "Status 7" für unseren Wagen 17-333 durchgegeben.

Für einen Sanitäter ist ein Rettungsauto mehr als ein Arbeitsplatz. Man kennt sich blind im ausgebauten Inneren des Patientenraums aus, man kennt als Fahrer sämtliche Eigenheiten des Fahrzeugs, man kennt alle Tricks, wie man kleine technische Besonderheiten kompensieren kann.

14 Jahre sind eine lange Zeit. 17-333 - der zuvor lange Zeit unter dem Funkrufnamen 13-333 registriert war - war uns allen ein treuer Begleiter. Längergediente Sanitäter erinnern sich an die immense Freude, als "damals" endlich ein richtig modernes Fahrzeug angeschafft wurde. Jüngere Kollegen verrichteten ihre ersten Dienste auf diesem Auto und fluchten über sein eines oder anderes Wehwehchen. Jeder Sanitäter weiß seine eigene Geschichte zu dem Auto zu erzählen - und der "Glaubenskrieg" der Einsatzfahrer, ob sie lieber mit dem Dreier oder dem Zweier fahren, besteht spätestens seit es den Zweier gibt. Intern wurde der Wagen immer "das wilde Wiesel" gerufen, und seine Heckblitzer sorgten so manches Mal für scheinbar grundlose Erheiterung.


Jetzt ist es Geschichte, unser wildes Wiesel. Seine Blaulichter werden jedoch weiterverwendet, auf dem Dach des neuen Autos, das zwar bald in der Garage stehen wird, jedoch noch viele Bewährungsproben bestehen wird müssen, um je an Klasse und Charakter des Dreiers herankommen zu können.


Danke!
Die Mannschaft.


(...sag zum Abschied leise "Schrottkarre, elendige" ;-)



die Abbildung zeigt das Wappen Eichgrabens, welches an der Fahrertür des Wagens angebracht war. Der Schriftzug wurde vor langer Zeit von einem Scherzbold hinzugefügt, und war seitdem weder Patienten noch Passanten noch "nicht-eingeweihten" Kollegen aufgefallen.