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Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs präsentiert Tsunami-Katastrophenhilfe

Vor hochrangigen Vertretern aus Politik, Behörden und Medien wurde gestern Abend, Mittwoch, im Wiener Rathaus u.a. die Katastrophen- und Aufbauhilfe des ASBÖ seit der Tsunami-Katastrophe vor rund 2 Jahren präsentiert.


Die für die Wiener Auslandshilfe zuständige Stadträtin Sonja Wehsely eröffnete die Veranstaltung: "Wir alle wissen, dass Auslandshilfe meistens ein Tropfen auf dem heißen Stein bleibt – und dass die Ursachen von Problemen der sich entwickelnden Länder nicht zuletzt in der Aufrechterhaltung von Handelshemmnissen durch die Industrienationen liegen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten setzt die Auslandshilfe der Stadt Wien dennoch darauf, Menschen konkret vor Ort zu helfen." Diesem Statement kann sich der ASBÖ nach dem Motto „Rasche und effektive Hilfe von Mensch zu Mensch“ nur anschließen.

 

In rund zwei Jahren hat der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) weit über 10.000 Opfern der Flutkatastrophe in Sri Lanka geholfen. Zwischen Jänner und März 2005 – kurz nach der Flutwelle zu Weihnachten 2004 – waren die HelferInnen mehr als 7.000 Arbeitsstunden im Dauereinsatz. Die mittlerweile 323 neu errichteten Häuser, sowie die umfangreichen Instandsetzungsarbeiten, schenkten rund 3.500 der am schlimmsten betroffenen Menschen ein neues, sicheres Dach über dem Kopf.

 

„Als wichtigste Sofortmaßnahme wurde die medizinische Erstversorgung gesehen. Bereits 48 Stunden nach der Tsunami-Flutwelle waren MitarbeiterInnen des ASBÖ vor Ort in Sri Lanka. Vordringlich war zunächst die Aufbereitung von Trinkwasser sowie die Unterbringung tausender obdachloser Menschen,“ schildert der erfahrene Einsatzleiter, Josef Riener, die damalige Situation. Mithilfe von vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen konnten rund 10.000 Liter Trinkwasser pro Tag aufbereitet werden. Bereits nach wenigen Wochen konnte der erste Grundstein für das „Housing“-Projekt gelegt werden.

 

Einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Wiederaufbau-Projektes leistete die soziologische Begleitung des ASBÖ-Projektes durch das Österreichische Nord-Süd Institut für Entwicklungszusammenarbeit (ÖNSI). So konnten Lösungsansätze zum Aufbau entwicklungsorientierter, längerfristig wirkender Kooperationsstrukturen erarbeitet und die lokalen Gemeinden in den Wiederaufbauprozess einbezogen werden.

 

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs bedankt sich für die Einladung zu der vom ÖNSI sowie der Magistratsdirektion Auslandsbeziehungen veranstalteten Präsentation. Ebenso bei der Stadt Wien, für die unbürokratische und effektive Unterstützung im Zuge der Katastrophenhilfe.

 

Fotonachweis: Copyright Fürthner/PID


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Sri_Lanka_Brosch.pdf5,92 Mi