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Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs tritt Europäischer Charta für Straßenverkehrssicherheit bei

Am 23. September unterzeichnete Präsident Franz Schnabl für den Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs den Beitritt zur Europäischen Charta für Straßenverkehrssicherheit im Haus der Europäischen Union. Die Zeremonie fand im Beisein von Bundesministerin Doris Bures statt. Diese Charta ist die größte europäische Aktionsgemeinschaft für Straßenverkehrssicherheit, der bis jetzt europaweit 1.850 Unternehmen, Institutionen und Verbände beigetreten sind.


Ziel der Charta ist es, zur Reduzierung der Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr beizutragen. Im Jahr 2009 verloren insgesamt 34.900 Menschen ihr Leben auf Europas Straßen. Im Jahr 2001 waren es noch 54.400, die EU-weit bei Verkehrsunfällen getötet wurden. Österreich liegt mit einem Rückgang um 34 Prozent knapp unter dem EU27-Schnitt von 36 Prozent. In Österreich ereigneten sich 2009 auf Österreichs Straßen 37.925 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei denen 49.158 Personen verletzt und 633 Personen getötet wurden. Viele Menschenleben hätten gerettet werden können, wäre rechtzeitig Erste Hilfe geleistet worden.

 

"Mangelndes Wissen über Erste-Hilfe-Maßnahmen sind die Hauptursache für unterlassene Hilfeleistungen. Wir wollen dazu beitragen, die Bevölkerung zu motivieren, sich mit Erster Hilfe auseinanderzusetzen und als Ersthelfer Zivilcourage zu zeigen", erklärt Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Konkret unterstützt der Samariterbund die Ziele der Charta mit dem Folder "Retten auf Asphalt", der mit anschaulichen Bildern und leicht verständlichen Anweisungen das richtige Verhalten im Notfall zeigt. Dargestellt werden die Situationen "Retten aus einem Fahrzeug", "Helmabnahme", "Stabile Seitenlage", "Blutstillung" und "Wiederbelebung". Der Folder ist in der Größe eines Führerscheins gestaltet und kann so von allen Straßenverkehrsteilnehmern leicht mitgeführt werden. Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Versicherungen und Behörden sollen die Erste-Hilfe-Anleitungen in der Bevölkerung verbreitet werden.

 

Darüberhinaus unterstützt der Samariterbund die Ziele der Charta mit speziell zugeschnittenen Kursen und versucht die Öffentlichkeit mit Veranstaltungen und Medienarbeit laufend für das Thema Erste Hilfe zu sensibilisieren. Mit der Handy-Applikation 'Der Samariter', die mittlerweile auf 150.000 Mobiltelefone heruntergeladen wurde, bietet der Samariterbund übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anweisungen für Ersthelfer, damit die wertvollen, oft lebensrettenden Minuten bis zum Eintreffen einer Rettungsorganisation nicht verloren gehen.

 

Fotos: © P.A.U. Education