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ARBÖ-Wintertipps

Leere Batterien und elektrische Defekte sind immer noch eine der Hauptursachen für eine Panne im Winter. Mit wenigen Handgriffen können Sie Ihr Auto für winterliche Bedingungen aufrüsten und so vielleicht dem Pannenteufel einen Strich durch die Rechnung machen. Der ARBÖ verrät für den Samariterbund die effizientesten Tipps, um unnötigen Ärger zu vermeiden.


ARBÖ

Batterie: Eine funktionstüchtige Batterie ist das Um und Auf im Winter. Ein Belastungstest (im Rahmen eines für ARBÖ-Mitglieder kostenlosen Winterchecks) gibt Aufschluss über den Zustand. Vorsicht bei der Starthilfe: Nicht jedes Automodell eignet sich für die rasche Nachbarschaftshilfe. Unbedingt in der Betriebsanleitung nachlesen! Bei konventioneller Starthilfe kann bei modernen Fahrzeugen im schlimmsten Fall sogar das Steuergerät seinen Geist aufgeben.

 

Praxistipp: Stromverbraucher (Heckscheibenheizung, Gebläse) nur so lange eingeschaltet lassen wie notwendig. Sonst ist die Batterie früher leer als Sie denken – besonders bei Kurzstrecken!

 

Diesel: Winterdiesel an Tankstellen ist bis zu einer Temperatur von minus 24 Grad Celsius verwendbar. Aufgrund unterschiedlicher Kraftstoffleitungssysteme in Autos kann es zum Abfrieren und somit zur Ausflockung des Diesels bei extrem tiefen Temperaturen kommen. Tipp: Setzen Sie sich rechtzeitig mit Ihrer Markenwerkstätte in Verbindung, welche Fließverbesserer vom Hersteller für Ihr Fahrzeug freigegeben werden. Achtung: Der oft gehörte Tipp, durch Zugabe von etwas Benzin den Diesel „winterfester“ zu machen, bringt absolut nichts, sondern schadet nur der Einspritzanlage. Sollte der Dieselmotor wegen Kälte tatsächlich streiken: In eine Garage abschleppen und das Fahrzeug dort auftauen lassen.

 

Scheibenfrostschutz: Vom Hersteller vorgeschriebenen Frostschutz verwenden (muss mischbar sein). Bei tiefen Temperaturen ein hohes Konzentrat verwenden (1:1). Tipp: Reserveflasche mitführen.

 

Wischer: Kontrollieren Sie Ihre Wischerblätter auf Beschädigung (Risse). Wer am Morgen zu faul zum Eiskratzen ist und stattdessen nur mittels Waschanlage und Wischerhilfe seine Scheiben säubert, riskiert kaputte Wischer. Tipp: Wischerblätter über Nacht hochklappen. So frieren Sie nicht fest.

 

Ausrüstung: Im Gegensatz zum Sommer braucht man im Winter wirklich ein paar Ausrüstungsgegenstände mehr: Eiskratzer, Schneebesen und Enteiserspray sollten ebenso mit an Bord sein wie eine Decke. Sie schützt im Pannenfall vor Kälte oder beim Kettenanlegen vor Schmutz.

 

Frost: Vorsicht bei der Fahrzeugwäsche. Türdichtungen gleich nach dem Waschen trocken wischen.

 

Schneeketten: Eine Probemontage schützt vor Überraschungen, falls die Ketten nicht für die Bereifung passen. Montagehinweise!

 

 

 

Die sieben häufigsten Fehler im Winter: Was Sie im Winter als Autofahrer keinesfalls tun sollten!

 

1. Ins Auto steigen und alle Stromverbraucher wie Gebläse, Heckscheibenheizung, usw. voll aufdrehen und während der gesamten Fahrt in Betrieb lassen. Die Batterie ist schneller leer als Sie glauben, und dann kann es Probleme beim Starten geben.

 

2. Vereiste Scheiben zum Abtauen mit kochendem Wasser übergießen. Sie müssen mit

einer gesprungenen Scheibe rechnen.

 

3. Keine optimale Winterausrüstung wie Eiskratzer, Schneebesen und für den schlimmsten Fall eine kleine Schaufel mit an Bord haben. Auch Starthilfekabel haben sich sehr oft im Winter bewährt.

 

4. Wasser ohne Frostschutz in die Scheibenwaschanlage einfüllen. Bei tiefen Temperaturen können auch während der Fahrt die Spritzdüsen vereisen. Und bei Minusgraden kön-

nen unter Umständen sogar Behälter und Schläuche zerreißen.

 

5. Enteisersprays in das Handschuhfach legen: Im Falle des Falles ist der Spray dort „sicher“ aufgehoben.

 

6. Bei verschmutzter oder schneeverhangener Windschutzscheibe nur zwei kleine Gucklöcher freimachen und losfahren.

 

7. Den Motor am Stand warm laufen lassen.