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ASB Tirol: Gemischte Gefühle zum 5. Geburtstag

Mit der Segnung eines neuen Rettungsautos sowie eines neuen Behinderten- und Krankentransportwagens feierte der Samariterbund Tirol am 13. September seinen 5. Geburtstag.


09/2009

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09/2008

Die Rettungsorganisation weist seit ihrer Gründung mit dem Notarztstützpunkt Wörgl einen rasanten, aber hart erkämpften und ungebremsten Aufschwung aus und zählt heute 17 hauptamtliche und über 100 ehrenamtliche MitarbeiterInnen in ihren Reihen.

Die 12 Fahrzeuge umrunden mit etwa 14.000 Fahrten pro Jahr etwa 15 Mal die Erde.

 

Mit Samariterbund-Tirol-Geschäftsführer Gerhard Czappek und den Tiroler Samaritern feierten in Bad Häring auch Kollegen aus anderen Rettungsorganisationen. Ludwig Schäffer (GF Bergbahnen Wildschönau), BM Peter Riedmann (Wildschönau) und Chefarzt Dr. Wolfgang Hengl wurden im Rahmen der Feier für besondere Verdienste um den Samariterbund Tirol geehrt.

 

Heiß diskutiertes Thema beim Geburtstagsfest war das neue Tiroler Rettungsgesetz, das sich derzeit in Begutachtung befindet. Bundessekretär Reinhard Hundsmüller nützte den Anlass, um im Interview mit Medien und im Gespräch mit Landespolitikern auf die Gefahren hinzuweisen: „Der Entwurf hat einen großen Mangel: Die Zentralisierungstendenzen, Bürgermeister zu entmachten, stellen einen Angriff auf die Ehrenamtlichkeit dar, weil man nur mehr Professionelle haben will."

 

Für Hundsmüller liegt die Intention hinter dem Gesetzesentwurf auf der Hand: "Es geht darum, andere Anbieter auszuschalten. Wenn nur mehr an eine Organisation vergeben wird, wird der Samariterbund Tirol per Gesetz umgebracht."

 

Die Ankündigung des Samariterbundes, diesem Entwurf entschlossen entgegen zu treten, löste positive Reaktionen unter den Anwesenden und umfassende Berichterstattung in den lokalen Medien aus.

 

Die Feierstimmung kam jedenfalls nicht abhanden. Gerhard Czappek, Geschäftsführer des Samariterbundes Tirol, ist stolz, dass im Bezirk Kufstein mittlerweile fast 50 Prozent der Krankentransporte vom Samariterbund durchgeführt werden. Weiters plant er, diese Leistung auch in Innsbruck verstärkt anzubieten. „Mein Ziel ist es, dass der Samariterbund in weiteren Bezirken vertreten ist. Ich weiß, dass die Aufbauarbeit sehr hart ist, aber schließlich machen wir das im Dienste der Menschen. Es hat sich gezeigt, dass die Bevölkerung unser Angebot sehr gerne annimmt. Und das ist die schönste Belohnung für all die Mühen. Immer mehr Gemeinden wissen die Transparenz und Kostenwahrheit unseres Angebotes zu schätzen. Auch der Bevölkerung ist bewusst, wer mit vollem Herzen bzw. im Sinne der Menschen bei der Sache ist."

 

Neben den klassischen Rettungs- und Krankentransporten, bietet der Samariterbund Tirol auch Ambulanzdienste und Behinderten-Fahrtendienste sowie den Heimnotruf und eine Hundestaffel an. Zudem sind eigens geschulte Mitarbeiter in Kriseninterventionsteams unterwegs, um bei Unfällen Angehörigen und eigenen Mitarbeitern bei Verarbeitung der oft dramatischen Eindrücke zu helfen.

 

(Fotos: Vero online, Veronika Spielbichler, Wörgl)