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ASBÖ bei Katastrophenübung in Thailand

Der Samariterbund brachte sein Know-how bei internationaler Übung in Thailand ein – 26 Nationen trainierten für den Ernstfall


Kein Wissenschaftler kann  genau vorhersagen, wann und wo Überschwemmungen, Wirbelstürme, Erdrutsche, Erdbeben oder Tsunamis passieren. Tritt jedoch eine Naturkatastrophe auf, ist rasche Hilfe vonnöten. Um Handlungsabläufe der Rettungskräfte zu optimieren, fand vergangene Woche (7. bis 11. Mai 2013) in Thailand eine internationale Katastrophenübung unter dem Titel „ASEAN Regional Forum Disaster Relief Exercise“ mit über 1200 Vertretern aus 26 Nationen statt. Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs wurde mit seinem MUSAR Team „SA RRT“ neben einem Team aus Belgien und Luxemburg für die Übungsteilnahme als Vertreter der EU ausgewählt. Aufgabe der Teams war es, unter anderem Menschen  aus einem eingestürzten Gebäude zu evakuieren und Verschüttete aus Felsbrocken zu befreien. Neben dem Stress, unter enormen Zeitdruck Menschenleben zu retten, galt es für die Einsatzkräfte, sich sowohl auf die klimatischen Verhältnisse als auch auf die sprachlichen Barrieren einzustellen. Bei einem Übungsszenario mussten die Helfer bei 60 Grad Celsius Außentemperatur (gemessen an der Schadstelle) Menschen aus unwegsamen, steilen Gelände bergen. Rasch zeigte sich, dass die einzelnen Einsatzteams nur etwa 15 Minuten an der Schadstelle arbeiten konnten, danach mussten sie ausgetauscht werden.

„Wir lernten, mit unseren Kräften sorgsam zu haushalten. Auch galt es, sich mit den Teams aus den anderen Ländern gut abzusprechen, um optimal arbeiten zu können“, erklärt Wolfgang Krenn, Leiter der Abteilung Einsatz beim Samariterbund. Ziel der Übung war es, so Krenn, sich schneller und besser auf mögliche Katastrophenszenarien vorbereiten zu können. „Im  Ernstfall  ist es nicht möglich, Einsatzabläufe genau zu analysieren und mögliche Fehler zu diskutieren. Ein reger Meinungsaustausch fand vor allem mit den Teams aus Korea, Japan, Thailand und der USA statt.“
 
„Angesichts der derzeitigen Zyklon-Warnung in Burma und Bangladesch zeigt sich“, so Krenn abschließend, „wie wichtig es ist, schon im Vorfeld Übungsabläufe auf internationaler Ebene zu trainieren.“