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Samariterbund-Wasserrettung beim ORF-"Landkrimi"-Dreh

Die Profis agieren als Schwimm-Doubles, filmen unter Wasser und sichern das Filmteam ab.


Der „Landkrimi“ ist eine sehr erfolgreiche Krimireihe des ORF. Die Fernsehfilmserie spielt abwechselnd in allen Bundesländern, wird seit 2012 produziert und hat immer einen sehr regionalen Bezug. Der mit Hauptdarstellerin Stefanie Reinsperger (bekannt als „Buhlschaft“ im Salzburger "Jedermann") und Manuel Rubey im Oktober und November 2018 in Zell am See gedrehte Krimi wird voraussichtlich Ende 2019 im ORF ausgestrahlt werden.

Die Samariterbund Wasserrettung Zell am See unterstützt sehr oft Veranstaltungen in der Region Zell am See. Für die Dreharbeiten war die Expertise gefragt: Die Wasserretter aus Zell am See kennen ihren See und lieferten daher schon im Vorfeld die nötigen Informationen für mögliche Drehorte und Bühnen- bzw. Szenenbilder am und rund um den See.

Um einige Szenen rund um den See drehen zu können, waren die Einsatzkräfte der ASBÖ Wasserrettung Zell am See auch technisch gefordert. Szenenbilder wie ein eigener „Bootsverleih Thumersbach“ mit Steganlagen und Bojen wurden durch die Wasserretter extra auf- bzw. auch wieder abgebaut.

Michael Kling, Einsatzleiter der Zeller Wasserrettung, dazu: „Weil wir hier alle Freiwillige sind, haben wir ein enormes technisches Wissen und Potential. Unsere Mitglieder sind Profis in ihren Berufen und auch bei der Wasserrettung. Dadurch fließt sehr viel Fachwissen und Expertise ein!“

Die Zeller Rettungsschwimmer führten Stellproben und Testfahrten mit dem Filmteam durch. Um die notwendigen Schwimmzeiten für die Schauspieler im See kurz halten zu können, dienten die Rettungsschwimmer als Schwimmdoubles. „Wir haben im Oktober und November Wassertemperaturen im knapp 2-stelligen Bereich. Die Rettungseinsätze dürfen sich nicht an der Wassertemperatur orientieren, daher trainieren wir das ganze Jahr. Wasserretter sind auf die Bedingungen vorbereitet, wissen, was auf sie zukommen wird, und haben dementsprechende Ausbildung und Ausrüstung. Daher sind die Zeiten, die unsere Rettungsschwimmer im See bleiben können, wesentlich länger als bei den Schauspielern! Denen sei jedoch Respekt gezollt für ihre Leistungen im kalten Wasser“, so Michael Kling, der auch für die Ausbildung der Zeller Wasserretter verantwortlich ist.

Rettungstaucher der Samariterbund Wasserrettung waren nicht nur für die „Bauarbeiten“ im Wasser, sondern auch für die Unterwasseraufnahmen gefordert. Ein Wasserrettungsboot diente aufgrund der Wetterbedingungen am See der Filmcrew an mehreren Drehtagen als „Drehplattform“ für die Wasseraufnahmen. Die Einsatzboote wurden für diverse Kamerafahrten zum Teil extra umgebaut.

Die Freiwilligen der Zeller Wasserrettung waren mit sehr viel „Gespür“ mit ihren „Arbeitsgeräten“ am Werk, um Kamerafahrten ruhig und punktgenau durchzuführen, wofür sie von den Profis der Filmfirma sehr viel Lob erhielten. Das zweite Boot der Zeller Wasserrettung war für Notfälle immer in der Nähe. um im Fall des Falles schnell Hilfe leisten zu können.