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ASBÖ zum Frauentag: Armut in Österreich nicht verschweigen


ASBÖ zum Frauentag: Armut in Österreich nicht verschweigen

Vor allem Frauen und Kinder sind betroffen. Stiftung "Fürs Leben" hilft weiter.

 

Rund 460.000 Menschen in Österreich sind von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Knapp eine Million sind "armutsgefährdet", d.h. ihr Einkommen liegt unter der Armutsgrenze. Vor allem Frauen sind stärker betroffen als Männer, und ein Viertel der Armutsbevölkerung sind Kinder. Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) nimmt den diesjährigen Frauentag am 8. März zum Anlass, um auf diese Problematik hinzuweisen. Armut ist ein Faktum, vor dem die österreichische Bevölkerung die Augen nicht verschließen darf. Der ASBÖ leistet seinen Beitrag zum sozialen Ausgleich mit der Wohlfahrtsprivatstiftung "Fürs Leben".

 

"Ich bin sehr froh und dankbar, dass es die Stiftung gibt. Sie hat mir und meinem Sohn Thorsten rasch und unbürokratisch geholfen, als die Krankenkasse uns nicht unterstützen konnte", schildert Karin H. Ihr sechsjähriger Sohn ist von Geburt an schwer krank. Ein Gendefekt, der relativ unbekannt ist und vor allem im Kindesalter selten erkannt wird, wirkt sich in weiterer Folge auf die Atemwege aus, weshalb Thorsten auch an Asthma leidet. Durch den Gendefekt verträgt er nicht alle Medikamente und muss eine strenge Diät halten. Kakao, dunkle Schokolade, Bananen oder Nüsse sind für ihn tabu. Kuraufenthalte am Meer verbessern Thorstens Atemprobleme, zurück in der Stadt kommt es zu Rückfällen. Vor allem ein Medikament - ein Nahrungsergänzungsmittel - verbessert Thorstens Zustand. Da jedoch wissenschaftliche Studien fehlen, konnte die Gebietskrankenkasse die Kosten nicht übernehmen. Karin H. ist im Moment in Karenz und das Haushaltseinkommen der Familie bescheiden. Es war für die Familie unmöglich, das Medikament selbst zu bezahlen. Hier konnte die Stiftung "Fürs Leben" helfen. Mit der Unterstützung von 360 Euro war es möglich, einen Jahresvorrat des teuren Mittels zu kaufen und Thorstens Zustand zu verbessern.

 

"Unsere Wohlfahrtsprivatstiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, all jenen Kindern zu helfen, deren Eltern dringend erforderliche medizinische und therapeutische Maßnahmen nicht mehr bezahlen können", erklärt ASBÖ-Präsident Franz Schnabl. Wenn öffentliche oder private Leistungsträger keine finanzielle Hilfe mehr leisten und kein Ausweg in Sicht ist, dann können sich die Betroffenen an die Stiftung "Fürs Leben" wenden. Bis zu 500 Euro erhalten die Eltern pro Kind ausbezahlt. Die Mittel werden durch Spenden, Charities und Sponsoren aufgebracht.

 

Vor allem bei Frauen ist das niedrige Einkommen eine Ursache für Armut. Rund 570.000 Österreicherinnen leben laut jüngstem Sozialbericht unter der Armutsgrenze. Das SP-Modell der Mindestsicherung soll dem entgegensteuern. Durch eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes beziehen Frauen auch dann Unterhalt, wenn Männer nicht zahlen. "Die bedarfsorientierte Mindestsicherung und ein Generalkollektivvertrag mit einem Mindestlohn von 1.000 Euro sind wichtige Maßnahmen im Kampf gegen die Frauenarmut", erklärt Susanne Metzger, Frauenbeauftragte im ASBÖ, "Wir unterstützen daher diese Vorhaben ausdrücklich."

 

Mit der Wohlfahrtsstiftung leistet der ASBÖ seinen Beitrag, um dem sozialen Ungleichgewicht entgegenzusteuern. "Aber natürlich wäre es das Schönste, wenn irgendwann in der Zukunft eine Stiftung wie unsere gar nicht mehr nötig ist. Reichtum sollte für alle reichen", so Schnabl.

 

Nähere Infos unter Tel. 0800-240144 oder www.fuersleben.at

Spendenkonto: Kto.Nr. 90164200, PSK BLZ 60000

 

Rückfragehinweis:

 

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Landesverband Wien

Mag. (FH) Jennifer Gerstl

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

Hollergasse 2-6, 1150 Wien

Tel. 01/89145-244

jennifer.gerstl@samariterbund.net