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Asylberechtigte bestehen Rettungssanitäterprüfung mit Auszeichnung

Zwei Teilnehmer des Freiwilligen Integrationsjahres engagieren sich als Rettungssanitäter für die Bevölkerung in Kärnten.


Im April 2017 begannen zwei Syrer beim Samariterbund Kärnten im Rahmen des Freiwilligen Integrationsjahres die Ausbildung zum Rettungssanitäter. "Die jungen Männer wünschen sich Teilhabe an unserer Gesellschaft und wollen sich engagieren", so Ursula Madritsch, Verantwortliche für den Bereich Flüchtlingshilfe und Integration beim Samariterbund. Ihren Willen dazu haben sie mehrfach bewiesen. Sie haben intensiv gelernt und die sprachlichen Hürden mit Bravour gemeistert.

"Ich wollte zeigen, dass ich es schaffen kann, die Sprache in so kurzer Zeit zu erlernen und eine Ausbildung abzuschließen", sagt Mohamad, der von allen kameradschaftlich Mo gerufen wird. "Österreich hat uns geholfen, jetzt wollen wir etwas zurückgeben", ergänzt Eyad, der in Syrien schon beim roten Halbmond tätig gewesen ist. Beide konnten die Ausbildung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht, mit ausgezeichnetem Erfolg abschließen.

"Schön zu sehen war auch, dass die Zivildiener und KollegInnen die Syrer während des Kurses unterstützt haben und so gelebte Integration sichtbar wurde, ganz im Sinne unseres Leitbildes 'Wir übernehmen Verantwortung", berichtet Jutta Sandrieser, Prokuristin des Samariterbundes Kärnten. Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs bietet für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte die Möglichkeit, ein Freiwilliges Integrationsjahr (FIJ) zu absolvieren. Frauen und Männer, deren Zuerkennung des Status nicht länger als zwei Jahre zurückliegt und die BezieherInnen der bedarfsorientierten Mindestsicherung sind, können sich österreichweit in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren: im Rettungsdienst, in der Wohnungslosen- und Flüchtlingsbetreuung oder bei der Pflege älterer Menschen.

"Das Freiwillige Integrationsjahr bietet Asylberechtigten eine gute Chance, sich sukzessive der Arbeitswelt in Österreich zu nähern. Die Einbindung in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Schritt für die gesellschaftliche Teilhabe", erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Die Teilnehmenden bekommen mindestens 150 Stunden pädagogische Betreuung und Begleitung und einen Überblick über die vielfältigen Tätigkeiten des Samariterbundes. Im Vordergrund steht die praktische Arbeit mit Menschen unter fachkundiger Anleitung.

Weitere Infos und Bewerbungsformulare können auf www.samariterbund.net/fij heruntergeladen werden.