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Bei Hitzewelle droht Kreislaufkollaps


Für das kommende Wochenende sind in ganz Österreich Rekordtemperaturen von bis zu 39 Grad Celsius vorhergesagt. Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs rechnet mit erhöhten Einsatzzahlen und hat aus diesem Grund zusätzliche Einsatzfahrzeuge bereitgestellt. „Bei solchen Temperaturen kommt es häufiger zu Fällen von Kreislaufkollaps, insbesondere bei älteren Menschen. Etwa ein Drittel unserer Patienten sind aber junge Menschen, die ihre Leistungsfähigkeit bei dieser Hitze überschätzen und zu wenig trinken“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.

Die Einsatzfahrzeuge des Samariterbundes sind mit Klimaanlagen ausgestattet, wodurch es den betroffenen Patienten meistens bereits beim Transport besser geht. Zusätzlich wird in der heißen Zeit Mineralwasser für die Einsatzkräfte mitgeführt, die während der Hitzewelle ebenfalls stärker belastet werden.

Für die Hitzewelle typische Phänomene sind Flüssigkeitsmangel, Hitzestau, Hitzschlag und Kreislaufkollaps. „Durch das Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit, aber auch Elektrolyte; deswegen sollte man bei Hitze viel trinken, am besten Mineralwasser“, rät Reinhard Hundsmüller. Von alkohol- und koffeinhaltigen Getränke sei dringend abzuraten, weil sie den Körper noch weiter dehydrieren. Wichtig sei auch, sich der Hitze nicht zu stark auszusetzen, sich also tagsüber im Schatten oder in abgedunkelten Räumen aufzuhalten. Auch Sport und körperliche Anstrengung seien bei derart hohen Temperaturen zu meiden.

„Achten Sie bitte nicht nur auf sich selbst, sondern ganz besonders auch auf Kinder und ältere Menschen in Ihrem Umfeld und zögern Sie nicht, bei kritischen Anzeichen unter der Nummer 144 einen Notruf abzusetzen!“, ruft der ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller auf.