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Besuch des saharauischen Kooperationsministers bei GEZA

Am 25. Juni besuchte Salek Baba, Kooperationsminister der Westsahara, die GEZA in der Zentrale des ASBÖ


Reinhard Hundsmüller, Nadjat Hamdi, Salek Baba, Andreas Balog, Friedarike Santner, Alfred Kohlbacher (v. links nach rechts)

Zusammen mit Nadjat Hamdi, der Delegierten der Westsahara, fand ein freundschaftliches Treffen mit Mag. Andreas Balog, Geschäftsführer der GEZA, DI Alfred Kohlbacher, Beiratsmitglied der GEZA, Mag.a Friedarike Santner, GEZA-Projektleiterin, sowie Reinhard Hundsmüller, Bundessekretär des ASBÖ, statt. 

 

Bei seinem Besuch schilderte der Minister die aktuelle Situation, die weiterhin dramatisch ist. Seit 35 Jahren kämpft das saharauische Volk um seine Freiheit und um eine dauerhafte friedliche Lösung. Die Saharauis im Besatzungsgebiet leben unter ständigem Druck, tagtäglich werden ihre Menschenrechte verletzt. Obwohl es ausreichend Dokumentation von neutralen Organisationen wie der UNO-Menschenrechtskommission, Amnesty International, Human Rights Watch und der letzten Delegation des Europäischen Parlaments gibt, respektiert Marokko die Rechte der Saharauis nicht.

 

Im Nachbarland Algerien leben über 160.000 saharauische Flüchtlinge in Lagern und sind von der internationalen Solidarität abhängig. Salek Baba betonte, dass Österreich zu einem der ersten Länder zählt, die sich mit dem saharauischen Volk solidarisiert haben. So konnten in den 80er Jahren mit Österreichs Hilfe die ersten Schulen in den Flüchtlingslagern finanziert werden.

 

Die Unterstützung Österreichs ist im Vergleich zu Mitte der 1990er allerdings stark zurückgegangen. Das wäre auch Anlass seines Besuches in Österreich: Für den Nachmittag ist eine Sitzung im Außenministerium geplant, bei der Möglichkeiten der humanitären Unterstützung besprochen werden sollen. Es wäre sehr wichtig, dass möglichst viele EU-Länder hinter der Westsahara stehen, um Druck auf Marokko und Frankreich auszuüben.

 

Der Minister bedankte sich bei der Gelegenheit für die wertvolle Unterstützung der GEZA, insbesondere für das aktuelle Schulrenovierungsprojekt sowie für die Infoveranstaltungen an österreichischen Schulen und anderen Foren, bei denen die GEZA junge Menschen auf die Situation aufmerksam macht und in Workshops mögliche Lösungen erarbeitet. Selbst wenn die GEZA und der ASBÖ als Non-Profit-Organisationen nicht die politische Macht besitzen, haben sie doch einen starken Einfluss auf österreichische Meinungsbildner.

 

Abschließend sprach Salek Baba die offene Einladung aus, sich vor Ort ein Bild der Situation zu machen. Eine gute Möglichkeit, ein Zeichen der Solidarität zu zeigen, wäre auch die Teilnahme an der 35. Europäischen Solidaritätskonferenz für die Westsahara (EUCOCO), die vom 20. bis 22. November in Barcelona stattfindet.

 

Reinhard Hundsmüller versicherte, dass der ASBÖ alles daran setzen wird, die Situation in der Westsahara zu verbessern. Durch Verteilung von Informationsmaterial soll das Bewusstsein in der Bevölkerung geschärft werden und mit diversen Projekten wie etwa dem Schulprojekt soll schon den Kindern und Jugendlichen die Situation näher gebracht werden.