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Bgld.: EU-Projekt für Gesundheits- und Pflegesysteme

Selbständiges Leben von älteren Menschen soll so lange wie möglich garantiert werden.


„Die immer älter werdenden Menschen, das verstärkte Auftreten von neurodegenerativen und chronischen Krankheiten, die zur sozialen Ausgrenzung führen, und die langsame Integration neuer Technologien stellt das mitteleuropäische Gesundheits- und Pflegesysteme vor große Herausforderungen“, sagt Sylvia Lomosits, Projektmanagerin der Rettung und soziale Dienste gemeinnützige GmbH des Samariterbund Burgenlands. „Das ‚niCE-life‘-Projekt wird die soziale Eingliederung und Pflegekoordination von älteren Menschen mit Defiziten fördern, auch Alzheimer und Parkinson und andere chronische Krankheiten stehen dabei im Fokus. Dieses Gesundheitsmodell verwendet Schlüsseltechnologien wie Sensoren, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie Datenanalyse“, so Lomosits.

Das von der EU und vom Land Burgenland geförderte „niCE-life“-Projekt im Rahmen des innovativen grenzüberschreitenden Programms „Interreg Central Europe“ dient der Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenarbeit in Zentraleuropa.

Neun Partner in sechs Ländern

„Es ist eine große Ehre und auch eine Bestätigung unserer alltäglichen Arbeit im Gesundheits- und Pflegebereich, beim ‚niCE-life‘-Projekt mitwirken zu können“, erklärt Andreas Balog, Geschäftsführer Samariterbund Burgenland GmbH. „Wir wollen weiterhin auf den Einsatz von Technologie und Digitalisierung und auf innovative Konzepte setzen sowie den Fokus auf moderne Häuser mit höchster Servicequalität legen. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt sich auch durch die Verleihung von Fünf Sternen durch Quality Austria für alle acht Pflegekompetenzzentren im Burgenland.“

Das Projekt startete vor dem Beginn der Corona-Krise mit einer Auftaktsitzung, an der alle Projektpartnerinnen und -partner teilnahmen. Bis zum Projektende im Juni 2022 sollen fünf einzelne Modelle entwickelt und zu einem modernen Gesamtmodell zusammengeschlossen werden. Das Ziel ist es, ein selbständiges Leben von älteren Menschen so lange wie möglich zu unterstützen.

Koordiniert wird das Projekt durch die Stadt Bratislava (Slowakei). Weitere Partner sind:

Slowakei: Technische Universität Bratislava

Tschechien: Technische Universität Brünn und Universitätsklinikum Olmütz

Italien: LEPIDA SCPA, Örtliche Gesundheitsbehörde Bologna und ISRAA Treviso

Polen: Stadt Warschau

Slowenien: National Institute of Public Health

Der Samariterbund Burgenland testet die Praxis

Der Samariterbund Burgenland ist in die Entwicklung einer Software eingebunden. Diese wird derzeit mit der technischen Universität Brünn entwickelt und soll eine Verschlechterung von Gesundheitszuständen möglichst frühzeitig erkennen. 2021 wird die Software in der Praxis getestet. Jede Woche werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts vom Samariterbund Burgenland telefonisch kontaktiert. Mit Hilfe der Software soll schnell erkannt werden, ob sich ein Gesundheitszustand verschlechtert hat oder nicht. Droht eine Krise, so werden vom Samariterbund Burgenland schnell die nötigen Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Im ersten Halbjahr 2022 wird ein detaillierter Handlungsplan ausgearbeitet, der dabei helfen wird, das Modell in den einzelnen Ländern zu implementieren.

Rückfragen & Kontakt: Samariterbund Burgenland Rettung und soziale Dienste gemeinnützige GmbH 7331 Weppersdorf, Hauptstraße 57

Sylvia Lomosits Mobil +43 664 886 30 952 E-Mail: sylvia.lomosits@samariterbund.net

GRUPPENFOTO (C): Ivana Vrabľová (Bratislava-Petržalka)