Inhalt
< vorheriger Artikel

Bürgermeister Häupl besuchte Winkeläckerweg


Kurz vor dem Heiligen Abend hat Wiens Bürgermeister Michael Häupl am Dienstag unter anderem auch die Samariterbund Asylwerbereinrichtung am Winkeläckerweg besucht.

"Diese Einrichtungen sind Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft", betonte Bürgermeister Häupl. "Wir sind ein wohlhabendes Land, und wer unsere Hilfe braucht, der soll sie auch bekommen.“

Mit rund 6.000 Asylwerbern übererfüllt Wien seine Quote, wobei die Gesamtzahl der Asylwerber - analog zum Bund - seit Jahren sinkt und Ende 2004 noch 8.950 Personen betrug. Zwei Drittel davon sind Männer und 27 Prozent aller Asylwerber jünger als 19 Jahre. 69 Prozent der Asylwerber sind in Wien privat untergebracht, lediglich 31 Prozent organisiert - eine Aufgabe, die 33 Standorte übernehmen. Dazu zählt eben auch das einstige ÖBB-Personalwohnheim in Floridsdorf.

Bei der heutigen Visite unterstrich Hausleiterin Daniela Frey allerdings, dass sich die Stimmung dank eines regelmäßigen Runden Tisches, eines gegenseitigen Aufeinanderzugehens und nicht zuletzt dank der praktischen Erfahrung miteinander entspannt habe. Mittlerweile sind 45 Familien und fünf Alleinstehende im Haus untergebracht, vornehmlich russischsprachig. "Ich war von Anfang an zufrieden", betonte auch der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Heinz Lehner gegenüber Häupl.