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Der Samariterbund Tirol - eine Bilanz zum Jahreswechsel

Als der Samariterbund Tirol vor fast drei Jahren als eigenständige, gemeinnützige Rettungsorganisation aus der Taufe gehoben wurde, war er das jüngste "Kind" des Arbeiter-Samariterbundes Österreichs. Die österreichweit anerkannte Rettungsorganisation greift als zweitgrößte Rettungsorganisation Österreichs auf über 100 Jahre Erfahrung im Notarzt- und Rettungsdienst zurück.


Als der Samariterbund Tirol vor fast drei Jahren als eigenständige, gemeinnützige Rettungsorganisation aus der Taufe gehoben wurde, war er das jüngste "Kind" des Arbeiter-Samariterbundes Österreichs. Die österreichweit anerkannte Rettungsorganisation greift als zweitgrößte Rettungsorganisation Österreichs auf über 100 Jahre Erfahrung im Notarzt- und Rettungsdienst zurück. Reichlich Erfahrung bringen auch die Gründer des ASB Tirol mit: ASB-Chefarzt Dr. Wolfgang Hengl und jene Notfallsanitäter, die das Notarztsystem im Bezirk Kufstein beim Roten Kreuz gründeten, leisten jetzt wieder Aufbauarbeit.

Rettungsdienst rund die Uhr

Nach Beendigung des Notarztdienstes in Wörgl konzentrierte sich der Samariterbund Tirol ab Februar 2005 auf den Aufbau des Rettungsdienstes und Krankentransportes. In der Rettungswache Kirchbichl bewerkstelligen bereits jetzt angestellte und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie Zivildiener einen Rettungsdienst rund um die Uhr, der sieben Tage die Woche zur Verfügung steht.

Von der eigenständigen Leitstelle in Kirchbichl aus, die über ein eigenes Funknetz verfügt, wurden 2005 bereits weit über 6000 Fahrten disponiert. Am Stützpunkt Kirchbichl stehen neben Rettungswagen Fahrzeuge jeder Kategorie. Nur der ASB Tirol verfügt als Rettungsorganisation im Bezirk über ein Spezialfahrzeug für Behinderte, mit dem Rollstuhlfahrer bequem transportiert werden können.

Was wir noch in diesem Jahr schafften...

Kostenloser Katastrophenschutz: Aus Eigenmitteln wurde für Kirchbichl ein medizinisches Großunfallset (MEGUS) angeschafft. Über 20 der erfahrensten Notärzte stehen im Hintergrund mit Sanitätern als Schnelleinsatzgruppe bei Großunfällen und Katastrophen zur Verfügung. Ab 2006 steht für Tirol und Salzburg eine Trinkwasseraufbereitungsanlage bereit, die von Tiroler Samaritern bedient wird.

Im Rahmen der Hochwasserkatastrophe im August 2005 errichteten wir ein Notquartier für 104 Personen in Kirchbichl, stellten Kriseninterventionsteams zur Verfügung und überreichten als Soforthilfe wenige Wochen nach der Katastrophe 14.000 Euro an Hochwasseropfer in Tirol, sowohl im Raum Wörgl als auch im Oberland.

Kostenlose Breitenausbildung: 2004 und 2005 führte der Samariterbund Tirol unzählige Erste-Hilfe-Kurse durch. Seit wir Kurse für Firmen und Fahrschulen anbieten, sind die Preise für alle auf ein leistbares Niveau gesunken.

Ambulanzdienste: Seit Bestehen des ASB Tirol bieten wir bei Veranstaltungen den Rettungsdienst an und damit vor allem für viele kleine Vereine endlich eine kostengünstigere Alternative.

Kostenloser überregionaler Rettungsdienst: Selbstverständlich fahren die Rettungseinheiten des ASB Tirol bei allen Anforderungen ohne Rücksicht auf Kostenersatz zu allen Notfällen!

Qualität durch Fortbildung: Laufende Aus- und Weiterbildung aller haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zählt zu unseren Grundsätzen. So führte der Samariterbund Tirol heuer bereits den fünften Rettungssanitäter-Kurs durch und arbeitete bei Schulungen wie z.B. für Großunfall- und Katastrophenabwicklung mit anderen Bundesländerorganisationen des Arbeiter-Samariterbundes Österreichs eng zusammen.

Ein kleiner Foto-Rückblick:

Ab Februar 2005 konzentrierte sich der ASB Tirol auf den Aufbau der Rettungswache Kirchbichl.

Gelungenes Miteinander im Bezirk Schwaz: Die Rot-Kreuz-Bezirksstelle ging eine Kooperation mit dem ASB Tirol ein und disponierte von Dezember 2004 bis April 2005551 Rettungseinsätze und Krankentransporte für das im RK-Stützpunkt stationierte ASB-Rettungsauto.

Zur Stützpunkteinweihung im Mai 2005 gab´s für die Mitarbeiter neue, durch das Leuchtgelb besser sichtbare Dienstbekleidung, was auch die ANI-Notärzte freute.

Lehrsanitäter mit langjähriger Einsatzerfahrung arbeiten als Lehrbeauftragte für den ASB Tirol und vermitteln ihr Wissen weiter.