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„Die Flüchtlinge dürfen nicht vergessen werden!“

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2020 ruft der Samariterbund dazu auf, Verantwortung zu übernehmen.


„Zuerst ist über die dramatische ökologische Entwicklung im Zusammenhang mit dem Klimawandel gestritten worden. Dann hat das Corona-Virus die Nachrichten und die gesellschaftspolitischen Diskussionen bestimmt. Aber wir dürfen trotz aller dramatischen Ereignisse nicht auf die Flüchtlinge vergessen, die auch innerhalb der Europäischen Union in katastrophalen Verhältnissen leben“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes und Abg.z.NÖ Landtag (KO), anlässlich des internationalen UNO-Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2020.

Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche

Laut dem jetzt veröffentlichten Bericht „Global Trends“ des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) hat die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, einen neuen Höchststand erreicht. 79,5 Millionen Flüchtlinge sind dokumentiert, fast zehn Millionen mehr als noch im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche.

Während die Gesamtzahl der Flüchtlinge und Vertriebenen global steigt, ist in Österreich die Zahl der Asylanträge in den letzten Jahren gesunken. Im Jahr 2019 stellten 12.886 Menschen einen Asylantrag, das entspricht in etwa der Zahl von 2008 (12.841 Asylanträge).

„Der Samariterbund übernimmt Verantwortung für Menschen, die aufgrund von katastrophalen Lebensbedingungen ihre Heimat in Kriegs- und Krisengebieten verlassen haben und in Österreich Asyl suchen. Österreichweit betreibt der Samariterbund Flüchtlingseinrichtungen und hilft bei der Integration. Unterstützt werden vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die allein sind. Der Samariterbund arbeitet auch seit vielen Jahren erfolgreich mit lokalen Partnerorganisationen in diversen Krisenregionen der Welt zusammen, um vor Ort zu helfen“, sagt Reinhard Hundsmüller.

Österreichs Regierung muss den Flüchtlingen helfen

„Die gesamte EU ist gefordert, Lösungen für die Migration zu erarbeiten und nicht auf ein Wunder zu hoffen. Auch die aktuelle österreichische Regierung muss endlich zeigen, dass sie die Situation ernst nimmt, und sollte eine starke Stimme der Menschlichkeit werden. Die Hilfe für die Flüchtlinge darf jetzt nicht abreißen, denn so eine Ignoranz könnte bei fehlender Koordination über die Grenzen Österreichs hinaus eine humanitäre Katastrophe und auch bewaffnete Konflikte zur Folge haben, die wiederum Flüchtlingsströme erzeugen", so Hundsmüller abschließend.

Seit der Gründung vor fast 100 Jahren erfüllt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs seine soziale Mission: Die haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter der Non-Profit-Organisation leisten für ältere Menschen, Kranke, Verletzte, Flüchtlinge und in Not Geratene wichtige Hilfe von Mensch zu Mensch. Dabei wird der Samariterbund von mehr als 311.000 Mitgliedern und Förderern in ganz Österreich unterstützt. Bei der Erfüllung der vielfältigen Aufgaben sind fast 10.000 Haupt- und Ehrenamtliche sowie ungefähr 2.000 Zivildiener im Einsatz.