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Die Zeit heilt nicht alle Wunden


Nach einem schweren Unfall läuft die Zeit gegen die verletzten Personen. Mit jeder Minute, in der keine Erste Hilfe erfolgt, sinken die Überlebenschancen des Betroffenen drastisch. Der wichtigste Helfer ist deshalb jener, der gleich neben dem Patienten steht. Umso dringender ist es, dass diese Person auch weiß, wie sie helfen kann.

Mit der Kampagne „Die Zeit heilt nicht alle Wunden“ möchte der Samariterbund Menschen Mut machen, zu helfen statt wegzuschauen. Denn der häufigste Grund nicht zu helfen ist: Die Angst, etwas falsch zu machen.

Ab heute laufen im ORF (Fernsehen und Hörfunk) eine Woche lang Spots, die mit dem Slogan „Die Zeit heilt nicht alle Wunden“ auf das Thema Erste Hilfe aufmerksam machen. Bildlich verstärkt wird die Aussage durch eine rieselnde Sanduhr. „Bei schweren Unfällen zählt jede Minute. Die Rettungskräfte reagieren zwar blitzschnell, dennoch vergeht bis zum Eintreffen der Sanitäter wertvolle Zeit. Es ist oft der Ersthelfer, der über Leben und Tod des Patienten entscheidet. Mit unserer Herbstkampagne wollen wir die Menschen aufrütteln. Als Ersthelfer kann man nur einen Fehler machen: nicht helfen“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

„Wer einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, gewinnt die für engagierte Lebensretter notwendige Selbstsicherheit. Empfehlenswert ist es, mindestens alle vier Jahre das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen.

Der Samariterbund hat außerdem eine Reihe von Erste-Hilfe-Videos produzieren lassen, die künftig als Lehrvideos für die Schulung eingesetzt und auch über YouTube, www.samariterbund.net und Facebook verbreitet werden. Auch sie sollen Menschen motivieren, in Notsituationen zu helfen. Im Rahmen der ORF-Sendung Treffpunkt Medizin wird es zwei Ausstrahlungstermine geben, an denen die Filme gezeigt werden.

Die Gewista wird auf den Infoscreens in ganz Österreich eine 10-Sekunden-Kurzversion der Spots zeigen, weiters unterstützt die Gewista die Erste-Hilfe-Kampagne des Samariterbundes, indem sie Plakatflächen kostenlos zur Verfügung stellt. „Das Thema Erste Hilfe liegt uns sehr am Herzen. Durch die diversen Medienkanäle haben wir die Möglichkeit, auf diese Aktion aufmerksam zu machen“, so Karl Javurek, Generaldirektor der Gewista. In den nächsten Monaten wird die Gewista in Zusammenarbeit mit „Puls - Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes“  wie bereits angekündigt auch 60 rund um die Uhr zugängliche umfunktionierte City Lights als "Defi-Säulen" in Wien installieren.

Die Standorte aller öffentlich zugänglichen Defis kann man sich in der neuen iOS-App des Samariterbundes anzeigen lassen. Die kostenlos im App Store erhältliche Anwendung bietet außerdem Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Ersthelfer bei Notsituationen.

„Das Thema Sicherheit hat in der Stadt Wien einen sehr hohen Stellenwert. Vor ein paar Tagen wurde das neue Sicherheits-Kompetenzzentrum der Helfer Wiens eröffnet. Die Stadt Wien hat die modernsten Rettungs-, Polizei- und Feuerwehreinsatzzentralen Europas, im Wiener Stadtgebiet braucht die Rettung etwa  acht bis zwölf Minuten zum Einsatzort. Im internationalen Vergleich liegen wir im Spitzenfeld“, erklärt Prof. Harry Kopietz, Erster Präsident des Wiener Landtages.

„Die Diamond:Dogs freuen sich, zusammen mit dem ASBÖ ein kräftiges Lebenszeichen für Erste-Hilfe-Kurse in Österreich kreiert zu haben “, unterstreicht  Gerhard Handler,  Geschäftsführer der diamond:dogs|group,  den aktivierenden Ansatz der neuesten Kampagne, welche im Zeitraum von 24. Oktober 2012 bis Mitte Jänner 2013 in TV, Radio und Print in allen Bundesländern präsent sein wird. „Für die erste Hilfe gibt es keine zweite Chance. Unser Ziel war es, eine Kampagne zu kreieren, welche die Brisanz des Themas auf den ersten Blick sichtbar macht und den Rezipienten zum Handeln animiert.“

In Österreich sterben pro Jahr etwa 2.500 Menschen bei Unfällen. Während der Anteil tödlicher Unfälle gemessen an allen Sterbefällen seit Jahren kontinuierlich sinkt bzw. gleich bleibt, stagniert er im Bereich Heim/Freizeit/Sport seit 2005 bei rund 2,3 Prozent. Der Anteil tödlicher Freizeitunfälle liegt über dem Niveau von 1990. (Quelle: KFV)