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Echo-Code nach Heimnotruf

Gestern rettete die Kombination aus Erfahrung und Technik einer 80 jährigen Wienerin das Leben. Über Telefon war es möglich einer Angehörigen ein schwieriges Ersthelfer-Manöver so zu erklären, dass diese es erfolgreich anwenden konnte.


Gegen 11 Uhr erreicht ein Notruf die Leitstelle des Samariterbundes Wien – via Heimnotruf. Der Leitstellenmitarbeit erkennt durch die Anwendung von EMD (= Emergency Medical Dispatch) schnell, dass höchste Eile geboten ist. Die Atemwege der Patientin waren verlegt, ein Erstickungsanfall droht. Über genaue Anleitung gelingt es, dass Heimlich-Manöver (= das Freimachen der Atemwege unter Anwendung einer speziellen Grifftechnik) der Anruferin – einer Angehörigen der Patientin – zu erklären.

 

Gleichzeitig wird der Echo-Code ausgelöst, die höchste Prioritätsstufe im EMD-Verfahren. Ein Notarztwagen erreicht den Unfallort binnen sechs Minuten. Durch die erfolgreiche Ersthilfe wurde wertvolle Zeit gewonnen, die Mannschaft des Notarztwagens übernimmt die weitere Versorgung.

 

„Die Kombination aus Heimnotruf und EMD versetzt uns in die einmalige Situation, mehrere Elemente der Rettungskette zeitgleich zum Einsatz zu bringen“, betont Rudolf Sowa, der stellvertretende Fuhrparkleiter. „Durch das Zusammenspiel von Erfahrung und Technik können wir die Zeit zwischen Alarmierung und Eintreffen am Einsatzort optimal nutzen – und dadurch Leben retten.“