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Ehrenamtlichkeit sichert Überleben

2009 feierte die Rettungsstelle Ebreichsdorf des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs ihren 25. Geburtstag. Doch viel Zeit der Rückschau auf das erste Vierteljahrhundert Bestandsgeschichte blieb nicht. Die steigenden Anforderungen im Tagesbetrieb einerseits und das Meistern der finanziellen Nöte andererseits forderte den Sanitäter/innen und Funktionären alle Kraft ab. Mit 3.882 Einsätzen konnte 2009 gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 231 Fahrten verzeichnet werden.


Spender wie Josef Prügel und Franz Pilsits von der P & P Backhendlstation, die den Reinerlös des „Kesselfleischessens“ in der Höhe von 800 Euro dem Samariterbund zur Verfügung stellten, unterstützen regelmäßig den Samariterbund in Ebreichsdorf. Die Spender möchten Ihrerseits bei Stadtrat Johann Zeilinger, Willibald Schindlauer und Leopold Molnar für die großzügigen Tombola-Spenden Danke sagen.

1.173 Mal wurden die Samariter aus Ebreichsdorf zu im vergangenen Jahr zu Notfällen gerufen. Obmann Anton Mondl sieht die Bilanz mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich freue mich natürlich, dass wir eine höhere Zahl an Transporten mit unserer Mannschaft erfolgreich bewältigen konnten. Angesichts der sinkenden Transporterlöse sehe ich der Zukunft mit gemischten Gefühlen entgegen“.

Stadtgemeinde als Retter in der Not

Durch eine umsichtige Finanzgebarung konnte die ASBÖ-Gruppe Ebreichsdorf das Jahr 2009 mit einer „schwarzen Null“ abschließen. Dieses ausgeglichene Ergebnis war jedoch nur durch eine zusätzliche Subvention seitens der Stadtgemeinde Ebreichsdorf möglich. Dazu Obmann Mondl: „Ich möchte mich bei Bürgermeister Pilz und Stadtrat Deimel sehr herzlich bedanken. Ohne ihr ständiges Bemühen im Gemeinderat die Anliegen der Samariter vorzubringen, hätte die Rettung in Ebreichsdorf derzeit keine Überlebenschance.“ Jüngstes Beispiel dieser Unterstützung ist der Ankauf eines Behelfskrankentransport-wagens. Durch einen Motorschaden wurde das bestehende Fahrzeug zum Totalschaden. Sehr unbürokratisch erklärte sich Bürgermeister Pilz bereit, das neue Fahrzeug im Wert von 15.000 Euro zu finanzieren.

Samariterbund Ebreichsdorf ist spendenbegünstigte Organisation

Ein weiteres Ergebnis der transparenten Finanzgebarung ist die Anerkennung der ASBÖ-Gruppe Ebreichsdorf als spendenbegünstigte Organisation durch das Finanzministerium. Die Samariter aus Ebreichsdorf sind NÖ-weit die einzige Gruppe ihrer Organisation, die diese Anerkennung erhalten hat. „Wir hoffen natürlich, dass die Spendenabsetzbarkeit zusätzliche Spender motiviert, uns zu unterstützen“ zeigt sich Obmann Anton Mondl optimistisch. Die Wirtschaftskrise war auch durch ein sinkendes Spendenaufkommen stark spürbar. Auch die seit 2008 bestehenden Ausbildungspatenschaften, bei denen der Pate mit einer Spende von 200 Euro die Aus- und Fortbildungskosten für einen Sanitäter für zwei Jahre übernimmt, sind ebenfalls steuerlich absetzbar. Nicht vergessen werden dürfen jene Unternehmen, die darüber hinaus immer wieder Spenden an den ASBÖ Ebreichsdorf leisten. Beispielhaft kann hier die Fa. Genericon genannt werden, zu der bereits eine jahrelange Kooperation besteht.

Überleben nur durch ehrenamtliches Engagement möglich

Unabhängig von allen Finanzierungproblemen ist der Betrieb der Rettungsstelle Ebreichsdorf nach wie vor nur durch das ehrenamtliche Engagement der Sanitäterinnen und Sanitäter möglich. „Wenn ich mir unseren Dienstplan ansehe, dann freut es mich sehr, dass sich sehr viele junge Menschen als Freiwillige engagieren“, zeigt sich Obmann Anton Mondl optimistisch, dass sich auch für den im Herbst 2010 auf der Rettungsstelle Ebreichsdorf beginnenden Rettungssanitäter-Kurs wieder zahlreiche interessierte Teilnehmer/innen finden werden. Insgesamt leisteten die Samariter 2009 über 54.000 Dienststunden.

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Spender wie Josef Prügel und Franz Pilsits von der P & P Backhendlstation, die den Reinerlös des „Kesselfleischessens“ in der Höhe von 800 Euro dem Samariterbund zur Verfügung stellten, unterstützen regelmäßig den Samariterbund in Ebreichsdorf. Die Spender möchten Ihrerseits bei Stadtrat Johann Zeilinger, Willibald Schindlauer und Leopold Molnar für die großzügigen Tombola-Spenden Danke sagen.