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Eilige Geburt – Samariter half via Telefon

Gestern abends gegen 20.00 Uhr hatte es im 16. Bezirk ein Baby besonders eilig. Als der Notruf in der Samariterbund-Rettungszentrale eintraf, war der kleine Bub bereits auf der Welt.


Sofort wurde ein Rettungswagen samt Arzt zu der Familie geschickt. Bis zur Ankunft der Rettungsmannschaft betreute und beruhigte der Mitarbeiter der Einsatzzentrale, Matthias Vörösmarty, die Anruferin und die Mutter via Telefon. Gemäß EMD (Emergency Medical Dispatch) gab er entsprechende Anweisungen zur Versorgung des Neugeborenen: Kontrolle der Atmung, Reinigung des Kindes und Wärmeerhalt. Wenige Minuten später traf dann die Rettungsmannschaft ein. Mutter und Kind sind wohl auf.

 

Über EMD:

EMD steht für Emergency Medical Dispatch und ist ein amerikanisches Abfragesystem für Notrufe. Mit Hilfe eines Fragenkatalogs kann dem Betroffenen via Telefon in Notfällen geholfen werden. „Die Rettungsmaßnahmen können bereits ab der ersten Sekunde vorbereitet oder eingeleitet werden. Damit entstehen keine Lehrläufe, bis die Rettungsmannschaft vor Ort eintrifft. Die Betroffenen werden vom Unfall bis zur Versorgung ohne Unterbrechung betreut“, so Rettungs-Supervisor Johann Pracher vom Samariterbund. Das EMD-Protokoll ist beim Samariterbund schon mehr als ein Jahr erfolgreich im Einsatz.