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Ein Schlaganfall wartet nicht!

Der Samariterbund präsentierte in einer Pressekonferenz eine Kampagne zur Früherkennung von Schlaganfall


Der Schlaganfall zählt zu den zeitkritischsten Notfällen. Die ersten vier Stunden entscheiden über langfristige Folgeschäden. Viele Betroffene nehmen aber die Symptome nicht ernst. Eine neue Kampagne des Samariterbundes soll aufklären: Rund um den Welttag des Schlaganfalls am 29. Oktober werden im Fernsehen und Radio Spots gezeigt, in denen Schauspieler Andreas Lust das Opfer eines Schlaganfalles spielt. Parallel dazu wird es eine Plakat- und Inseratenkampagne geben, die auch Angehörige und Betroffene zu Wort kommen lässt. Im Rahmen der Pressekonferenz wurden die Spots gezeigt sowie Studien- und Umfrageergebnisse zum Thema präsentiert. Eine Umfrage zeigte, dass ein Drittel der Befragten nicht weiß, wie man bei einem Schlaganfall Erste Hilfe leisten kann, und 92 % nicht wissen, was der sogenannte FAST-Test ist. 

"Wir haben dieses Jahr bewusst keine Imagekampagne gestartet, sondern uns für eine Kampagne entschieden, die der Prävention dienen soll. Uns ist es ein großes Anliegen, die Bevölkerung für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Ein Schlaganfall kann jeden treffen und je mehr Menschen die Symptome erkennen und wissen, wie sie im Notfall handeln müssen, umso weniger Patienten mit Folgeschäden gibt es", erklärte ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller die Initiative.  

Univ. Prof. Dr. Wilfried Lang von der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft wies daraufhin, dass meist eine abwartende Haltung der Betroffenen zu Verzögerungen beim Transport ins Spital führt: "Oft werden die Symptome richtig als Schlaganfall beurteilt, aber die Bedrohlichkeit nicht richtig eingeschätzt: Wissen ist nicht genug, wir müssen es anwenden. Time is brain!"  

ASBÖ-Bundesschulungsleiter Jürgen Grassl erklärte den "FAST-Test", der bei der Früherkennung eines Schlaganfalles hilft. "Oft verleugnen Schlaganfallpatienten ihre Symptome oder versuchen, sie sich anderweitig zu erklären. Dadurch verzögert sich der Notruf, der Behandlungsbeginn, was die Morbidität sowie die Letalität steigen lässt. Aufwendige und langwierige Rehabilitation, verbunden mit hohen Kosten, sind auch für Familienmitglieder und Angehörige sehr belastend", so Grassl.    

Der Spot wurde von der jungen Multimedia-Agentur ostblok unter der Regie von Georg Sokol Leitgeb inszeniert und umgesetzt. Gedreht wurde in den Guxtu-Filmstudios, die ihre Räume für das Fotoshooting für die Plakate kostenlos zur Verfügung stellten. Schauspieler Andreas Lust hat sich bereit erklärt, kostenlos für die Kampagne zur Verfügung zu stehen. Seine Darstellung eines Schauspielers, der kurz vor dem Auftritt einen Schlaganfall durchlebt, lässt wohl niemanden kalt.

"Erste Hilfe leisten zu können sehe ich als pflegenswertes Kulturgut. Ich stelle mich dem österreichischen Samariterbund zur Verfügung, weil die Samariter allen Menschen helfen, die Hilfe nötig haben, und das gestern schon und morgen auch noch. Egal für welche Art von Notfall", begründete Lust sein Engagement für den Samariterbund.  

Mehr Infos auf unserer Website oder unter http://schlaganfall.samariterbund.net 

Und hier gehts direkt zum TV-Spot mit Andreas Lust: https://www.youtube.com/watch?v=7ZHDtpXoMY4