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Eine Erfolgsstory …

Für einen jungen Afghanen wird sein Traumberuf wahr


Mohammad Akbar kam Ende Dezember 2015 in die umF-Einrichtung des Samariterbundes ins Haus Schwarzatal in Ternitz. Er lebte sich äußerst gut in die WG ein und schloss viele Freundschaften. Für einige andere Bewohner galt er als Bezugsperson und konnte auch in einigen schwierigen Situationen unter den Bewohnern als Vermittler fungieren. Durch seine Mithilfe konnten den Bewohnern wichtige Grundregeln des Zusammenlebens, die Hausordnung und auch die Kommunikation bürokratischer Anliegen nähergebracht werden.

"Er fiel außergewöhnlich positiv in unserer Einrichtung auf, hielt sich stets an die Hausordnung, angefallene und aufgetragene  Arbeiten erledigte er sehr gewissenhaft und äußerst verlässlich. Außerdem kochte er regelmäßig und sehr gut nationale und afghanische Spezialitäten", so Claudia Frank, Leiterin der Flüchtlingseinrichtungen in Ternitz und Pottendorf. Schnell wurde Mohammad klar, dass er im Tourismusbereich einen Beruf erlernen möchte, am ehesten als Koch. Kurzentschlossen wurde Mag. Jürgen Kürner, Direktor der  Tourismusschulen Semmering, kontaktiert, der sich vor Ort selbst ein Bild von Mohammad Akbar machte und ihm sofort eine Zusage erteilte, ab September die dreijährige Ausbildung an der Hotelfachschule zu absolvieren.

Anfang August wurde Mohammad Akbar jedoch volljährig und in eine Einrichtung überstellt, die 170 km von der Tourismusschule entfernt liegt. Jegliche Versuche, ihn in eine näher liegende Einrichtung zu überstellen, scheiterten kläglich. Für ihn und seine ehemaligen BetreuerInnen war dies jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Alle waren, bzw. sind sich darüber einig, dass Mohammad Akbar  mit einer abgeschlossenen Ausbildung ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft sein wird und aus diesem Grund wurde alles daran gesetzt, für ihn eine Wohnmöglichkeit in der Nähe der Schule zu finden. Mit viel Herzblut und Privatinitiative einiger SamariterInnen des Hauses Ternitz wurde die Sache angegangen. Es war nicht einfach, jedoch wurde deren Hartnäckigkeit belohnt. Somit wohnt Mohammad Akbar nun in einer Mietwohnung in Ternitz. Auch seinem Traum, die Ausbildung am Semmering zu absolvieren, steht nun nichts mehr im Weg. Dankbar und glücklich bestritt er am 20.September seinen ersten Schultag.

"Wir wünschen Mohammad Akbar alles erdenklich Gute für die Zukunft und freuen uns, dass sein Fleiß und Einsatz, sowie seine Fähigkeit, auf andere Menschen positiv zu wirken, nun belohnt wird", freut sich Claudia Frank. Mit großem Stolz zeigen die SamariterInnen, dass Integration bei entsprechendem Engagement beider Seiten tatsächlich gelingen kann.