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Eine zweite Chance für die kleine Dina

Der Bürgerkrieg im Irak trieb die Dolmetscherin Dua mit ihrem Mann Omar und ihrer 10 Monate alten Tochter Dina auf die Flucht nach Europa.


In Bagdad sah die kleine Familie keinen Ausweg: Ein zerstörtes, abgebranntes Zuhause, Drohungen und ein Bürgerkrieg im eigenen Land. Was würden wir in solch einer Situation tun?

Nach tagelanger Flucht aus dem Irak bestieg die kleine Familie in der Türkei ein Schlauchboot und wagten die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer in Richtung Griechenland. Ihr Boot war völlig überladen und kenterte am offenen Meer.

Es war entsetzlich, erinnert sich Dua. Frauen, Männer und Kinder versuchten sich so gut es ging über Wasser zu halten. Doch nach etwa vier Stunden verließ Dua die Kraft. Die Strömung war so stark, dass sie ihre kleine Tochter kaum mehr halten konnte. Sie drohte von den Wassermassen mitgerissen zu werden, erzählt die junge Frau mit Tränen in den Augen. Ein italienisches Fischerboot rettete die Familie und auch andere Schiffbrüchige in letzter Sekunde. Die nächste Station der Flüchtlinge war Kos, bevor sie schließlich nach Österreich gelangten.

Dua und Omar sind mit ihrer kleinen Dina seit zwei Tagen im Notquartier Bendlgasse des Samariterbundes Wien untergebracht. Endlich spüren sie wieder das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, beides hatten sie auf der Flucht, aber auch schon in ihrer Heimat Bagdad lange vermisst. Dua, Dolmetscherin für Englisch und Französisch und Omar, der im Irak als Schauspieler gearbeitet hatte, sind dankbar für ihre Unterkunft in der Pendlgasse und hoffen nun auf Asyl. Sie wünschen sich eine gute Zukunft für Ihr Kind und bald einen Job, um wieder arbeiten und für sich selbst sorgen zu können.

Wir wünschen ihnen einen guten zweiten Start für ihr Leben!