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Erdbeben auf Haiti - Samariterbund-Team auf dem Weg

(APA) - Akute medizinische Nothilfe und das Sammeln von Informationen für den Wiederaufbau im Erdbeben-Katastrophengebiet von Haiti - das sind die Aufgaben eines fünfköpfigen Teams des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ), das sich Freitag früh vom Flughafen Wien-Schwechat zunächst in Richtung Dominikanische Republik aufmachte. Man erwartete, am Sonntag in Haiti einzutreffen.


"Wir haben rund 500 Kilogramm an Ausrüstung mit. Es geht zunächst um die basismedizinische Versorgung der Bevölkerung. Wir fliegen über die USA nach Santo Domingo (Dominikanische Republik, Anm.), nehmen dort Kontakt mit den dortigen UNO-Stellen auf, um dann nach Haiti zu kommen. Entweder wir gliedern uns als Team in ein großes Spital ein oder wir arbeiten außerhalb in einer Ambulanz", sagte ASB-Sanitäter Wolfgang Wedan, Leiter der Gruppe, die aus einem Notarzt, Sanitätern und einem Logistiker besteht. Zwei der Helfer stellt der slowakische Samariterbund (ASSR).

Erwartet wurde, dass das Team am Sonntag in Haiti eintreffen und sich dann dort in seinem Einsatzgebiet etablieren könnte. Wedan: "Was wir wissen ist, dass es viele Kinder zu versorgen gibt. Es sind offene Wunden und Knochenbrüche. Hinzu kommen jetzt auch Durchfallerkrankungen. Die Versorgung mit Wasser und Nahrung sollte sich bessern, womit auch die Sicherheitslage stabiler werden sollte."

 

Hinzu kommt das Sammeln von Informationen für möglichst zielgerichtete Aktivitäten beim nachfolgenden Wiederaufbau. Der Teamleiter: "Wir werden versuchen, Einrichtungen wie Kindergärten, Ambulanzen etc. zu identifizieren, die wieder errichtet werden müssen." Der Einsatz der ASB-Gruppe ist zunächst auf zweimal zwei Wochen angelegt. Die Kommunikation soll über eine BGAN-Inmarsat-Ausrüstung erfolgen. Wedan: "Das ist UNO-Standard und funktioniert. Man kann damit sowohl Datentransfer durchführen als auch via Skype telefonieren." Das System läuft über den Satellitentelefon-Betreiber Inmarsat. Für den Fall von Stromausfällen kann es auch mit Solarenergie betrieben werden.

 

Wedan und Notfallsanitäter Andrej Beldiman, ebenfalls Mitglied des Teams, haben große Erfahrung in der Arbeit in Erdbebengebieten. Erst im vergangenen Oktober waren sie nach dem Beben in Sumatra in Indonesien im Einsatz, wo sie mit Partnern innerhalb von 23 Tagen 1.600 Patienten medizinisch versorgten. Dies erfolgte mit Partnern von Samaritan International (SAINT).

 

Spendenkonto: PSK, 00001-834-000, BLZ 60000, Kennwort: Erdbebenhilfe Haiti

oder zugunsten der Aktion Nachbar in Not (Spendenkonto: PSK 90.150.300; BLZ 60.000; Kennwort „Erdbeben Haiti“).

 

Die Spenden sind steuerlich absetzbar.