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Erdbeben in Haiti: Ambulanz dank Samariterbund wieder in Betrieb

Eine zerstörte Ambulanz in Saint Etienne, im südwestlichen Berggebiet Haitis gelegen, hat dank der Unterstützung des Samariterbundes ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Über 4.000 Personen verfügten seit dem Erdbeben in der schwer zugänglichen Gegend zwischen Leogane und Jacmel über keinerlei medizinische Infrastruktur. Es gibt in Saint Etienne außerdem weder fließendes Wasser noch Strom. Die Dorfbewohner hatten auf dem Vorplatz der beschädigten Kirche einen palmenbedeckten Behandlungsraum errichtet. Der Samariterbund unterstützte bei der Beschaffung der gesamten Ausstattung. Neben Medikamenten und Verbandsmaterialien wurden Babynahrung, technische Geräte und – nicht zuletzt – ein benzinbetriebener Generator übergeben. Während der letzten Wochen wurde das Gebiet vom mobilen medizinischen Einsatzteam des Samariterbundes betreut. Nun kann die örtliche Krankenschwester Lucille ihre Patienten endlich wieder selbst behandeln.


Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs ist mit sieben Personen in Haiti vertreten, darunter auch Mitglieder der Partnerorganisation ASSR (Slowakischer Samariterbund). Damit stellt der Samariterbund eines der größten Einsatzteams österreichischer Non-Profit-Organisationen im Erdbebengebiet. Seit 26. Jänner 2010 ist das mobile medizinische Team des Samariterbundes in der Region Leogane unterwegs, um jene Menschen zu versorgen, zu denen sonst kaum Hilfe durchdringt. Auch einen Monat nach dem Erdbeben wird der Bedarf an medizinischer Versorgung der notleidenden Bevölkerung nicht geringer. Im Gegenteil: Zu Beginn des Einsatzes behandelte das Einsatzteam des Samariterbundes täglich rund 75 Personen, heute sind es über 160 Patientinnen und Patienten.

 

Spendenkonto:

PSK, 00001-834-000, BLZ 60000, Kennwort: Erdbebenhilfe Haiti

oder zugunsten der Aktion Nachbar in Not (Spendenkonto: PSK 90.150.300; BLZ 60.000; Kennwort „Erdbeben Haiti“).