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Erdbeben in Japan

Heute hat es im Bundesministerium für Inneres eine Krisensitzung bezüglich des Erdbebens in Japan gegeben. Josef H. Riener, Leiter der Abteilung Einsatz, war vom Samariterbund bei dieser Sitzung mit dabei.


Schadens- und Gefahrenlage:

Derzeitiger Stand nach dem Erd-/Seebeben und Tsunami vom 12. März 2011:

 

- 450 Tote

- 800 Vermisste

- 70000 Personen in Notquartieren

 

Noch nie wurde in Japan ein stärkeres Erdbeben gemessen: Ein Tsunami hat riesige Landstriche verwüstet, es gibt viele Tote und Verletzte. Häuser, Fabriken, Flughäfen, Hafenanlagen sind zerstört. Das Epizentrum lag 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich von Tokio.

 

 

- Es wurde im BM.I eine Hotline zur Situation in Japan eingerichtet: 059 133 6500

 

- Ein GAU wie in Tschernobyl ist aus meteorologischer Sicht nicht zu erwarten, allfällige Kontamination wird auf das offene Meer verfrachtet.

 

- Das AKW in Fukushima ist am schwersten betroffen: Die Betreibergesellschaft des beschädigten Atomkraftwerks erklärt, das Reaktorgehäuse sei durch die Explosion nicht beschädigt worden. Die kritischen Brennstäbe werden mit Meereswasser herunter gekühlt.

 

 

Eigene Lage:

 

- Seit gestern gibt es ein Hilfeersuchen aus Japan, dieses wurde aber am Abend auf USAR Teams aus Amerika, Neuseeland, Australien und Korea eingeschränkt, was aus der relativen Nähe (Eintreffzeit) Sinn macht.

 

- Der Samariterbund hatte am 11. März das USAR Medium Team (Erdbebenrettung) in Einsatzbereitschaft.

 

- Seit 12. März ist das Mobile Medizinische Team (12 Personen) im BM.I einsatzbereit gemeldet.

 

- Das BM.I hat für SARUV und ASBÖ die Preise für Charter-Flüge abgeklärt: 40 Personen und 15 Tonnen Gerät können innerhalb eines Tages im Einsatz sein. In einer zweiten Variante werden Flugzeuge für 600 Personen und Gerät gefunden.