Inhalt
< vorheriger Artikel

Erdbebenübung im Pflegekompetenzzentrum Neufeld für den Ernstfall


Am Samstag, 22. Juni, führte der Samariterbund Burgenland in Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt-Umgebung, der Stadtgemeinde Neufeld an der Leitha, der Freiwilligen Stadtfeuerwehr Neufeld und der Polizeiinspektion Neufeld  zwischen 9 und 12 Uhr eine Evakuierungsübung im Pflegekompetenzzentrum Neufeld durch. 

Die Herausforderung für die rund 80 Einsatzkräfte: Aufgrund eines starken Erdbebens wurde das Pflegekompetenzzentrum Neufeld schwer beschädigt und die Bewohner mussten aus dem Haus in Sicherheit gebracht und in einer provisorischen Unterkunft im Fred-Sinowatz-Zentrum erstversorgt werden. Da zwei Personen als vermisst gemeldet wurden, wurde auch die Rettungshundestaffel des Samariterbundes zu einer Suchaktion angefordert. Während 15 Hundeführer das Suchgebiet nach den Vermissten durchkämmten, kehrten die in Sicherheit gebrachten Bewohner bereits wieder in das Pflegekompetenzzentrum zurück. Die Vermissten wurden nach etwa einer Stunde aufgespürt und konnten sicher in das Pflegekompetenzzentrum zurück gebracht werden.

„Derartige Übungen sind nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig, damit alle Betroffenen bei einer eventuellen Notsituation entsprechend richtig und rasch reagieren. Nur wenn wir gemeinsam – Blaulichtorganisationen, Behörden etc. – am Katastrophenstandort gut vorbereitet sind, können wir im Notfall zügig die richtige Maßnahmen setzen, um den Betroffenen rasch und effizient zu helfen und mögliche Schäden zu minimieren“, erklärte Bürgermeister Michael Lampl. Auch Bezirkshauptfrau Dr.in Franziska Auer war während der gesamten Übung anwesend und lobte den Einsatz aller Beteiligten.

„Durch diese Übung ist es uns möglich die Zusammenarbeit  und Kommunikation aller beteiligten Einsatzorganisationen weiter zu verbessern sowie mögliche Problemstellungen bereits im Vorfeld gemeinsam zu lösen. Dadurch wird die Effektivität der Einsatzkräfte im Ernstfall gesteigert und die Fähigkeit, auf rasch wechselnde Situationen zu reagieren, auf hohem Niveau gehalten“, betonte der Rettungsdienstleiter des Samariterbundes Burgenland Daniel Unger.

„Im Ernstfall ist die Stressbelastung für alle Beteiligten sehr hoch. Daher ist es umso wichtiger, das Zusammenspiel der einzelnen Einsatzorganisationen zu üben um viele Abläufe zu automatisieren und damit sicherer für alle Einsatzorganisationen und Betroffene zu machen. Wir bedanken uns bei allen Organisationen und Einsatzkräften für die hervorragende Zusammenarbeit!“, ergänzte die Leiterin der Stabstelle Gesundheits- und Soziale Dienste des Samariterbundes Christine Ecker, MBA, MAS.