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Erfolgreiche EU-Erdbeben-Übung mit Samaritern

Von 6. bis 11. April 2011 hat im Rahmen des EU-Zivilschutzprogramms eine groß angelegte internationale Übung in Weeze an der deutsch-holländischen Grenze stattgefunden. Die Abteilung Einsatz des Samariterbundes beteiligte sich mit 26 Personen, die sich in einem Auswahlverfahren während drei Trainingswochenenden durchgesetzt hatten. Fünf Teammitglieder kamen vom slowakischen Samariterbund (ASSR), zwei weitere Personen stießen von der Bergrettung dazu. Bei der Übung wurde unter dem Titel „MODEX.EU“ eine große Erdbebenkatastrophe simuliert.


Als erstes Team vor Ort mussten die Samariter nach Erledigung der Zollformalitäten gleich das Empfangszentrum, bei dem sich die anderen Teams registrierten, einrichten und betreiben. Nach dem Einrichten der Einsatzzentrale wurden die Retter gleich zur ersten Patientensuche in einem eingestürzten Haus gerufen. Während sieben intensiven Stunden fand, befreite und rettete das Einsatzteam mehrere Personen.

 

Inzwischen hatte sich die Sicherheitslage verschlechtert: Hungrige Bürger des Katastrophenlandes versuchten, das Camp der Samariter zu stürmen. Die Königlich Holländische Militärpolizei wurde zur Unterstützung gerufen und konnte rechtzeitig einschreiten. Bei einem weiteren Einsatz konnte ein verletzter Arbeiter aus einem Industriegebiet gerettet werden; dann unterstützten die Rettungshunde des Samariterbundes ein bulgarisches Team dabei, weitere Verschüttete aufzufinden. Weitere Missionen wurden gemeinsam mit Einsatzkräften aus Portugal durchgeführt.

 

Einmal hat sich die gute Ausbildung, das moderne Material und das persönliche Engagement der Abteilung Einsatz des Samariterbundes im internationalen Umfeld bewährt.