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Samstag, 01. Oktober 2011 12:57
Purkersdorf-Gesundheits- und Soziale Dienste Purkersdorf-Presseberichte
Von: Dr. Manfred Bauer

Essen auf Rädern durch ASB


Oberrettungsrätin Brigitte Samwald, Karl Comai, Küchenleiterin Roswitha Stachetsberger, Martina Niedl, Direktorin Wondrak Dreitler

Seit 5. September 2011 werden jene Klienten, die bisher vom Roten Kreuz mit dem „Essen auf Rädern“ versorgt wurden, durch den Samariterbund Purkersdorf beliefert. Mit diesem Datum hat das Rote Kreuz die Dienstleistung "Essen auf Rädern" eingestellt, wodurch etwa 25 ältere Menschen auf diese für sie so wichtige Leistung verzichten hätten müssen.

 

Auch BGM Mag. Karl Schlögl war von dem unerwarteten Schritt des Roten Kreuzes überrascht ebenso wie Fr. Dir. Wondrak Dreitler vom Sene Cura Purkersdorf, die kürzlich Neuinvestitionen in der Küche getätigt hatte, um die Rettungsorganisationen prompt und professionell mit dem Essen für ihre Klienten zu versorgen.

 

Als Ersatz wollte das Rote Kreuz ein sogenanntes Fertigtiefkühlmenü anbieten, das die meisten der Klienten jedoch ablehnten. Im September wollte das Rote Kreuz noch eine Werbeaktion für ihr Menü starten. Samariterbund-Vorsitzende Samwald legte allerdings dagegen ihr Veto ein. Der ASB  versorgt somit seit 5. September  nun auch die RK-Kunden weiterhin mit täglich frisch gekochten Mahlzeiten.

 

Samwald erklärte sich auf Anfrage durch die Stadtgemeinde Purkersdorf, ob der Samariterbund die Kundinnen und Kunden des Roten Kreuzes übernehmen könnte, weil es diese Dienstleistung nicht mehr erbringen könne oder wolle, spontan bereit, einzuspringen.

 

Der Samariterbund betreut daher zu seinen bisherigen Klienten gemäß seinem Leitspruch „Hilfe von Mensch zu Mensch“ nun auch noch die des Roten Kreuzes.

 

„Wir wollen, dass diese wichtige Leistung für unsere älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen weiterhin erbracht wird. Als uns Bürgermeister Schlögl fragte, ob wir diesen Mehraufwand zu leisten im Stande sind, haben wir nach kurzer Prüfung selbstverständlich zugesagt. Uns ist es wichtig, dass die Betroffenen täglich ihr frisch zubereitetes Essen erhalten und nicht mit irgendeinem Fertigmenü abgespeist werden. Überdies geht es uns auch darum, soziale Kontakte zur älteren Generation, die vielleicht nicht mehr so mobil ist, zu knüpfen“, sagte ASB-Vorsitzende Brigitte Samwald in einer ersten Stellungnahme. Dies verstehe sie unter „gelebter Solidarität.“

 

In einer eilends einberufenen Konferenz zwischen Sene Cura-Chefin Christine Wondrak-Dreitler, Sozialstadträtin Susanne Bollauf und der ASB-Vorsitzenden Brigitte Samwald wurden die organisatorischen und technischen Details festgelegt.

 

Ab dem 5. September führt der Samariterbund Purkersdorf zirka 50 Essen auf Rädern in Purkersdorf aus. Diese Leistung erbringt er mit zwei Fahrzeugen und zwei Mannschaften.

 

„Es ist für uns nicht ganz einfach“, erläuterte Samwald gegenüber der Presse, „zumal der Mehraufwand in finanzieller und personeller Hinsicht doch sehr aufwendig ist. Doch wenn man aufrichtig will und an die Sache glaubt, ist selbst dies möglich.“

 

Freiwillige, die den Samariterbund  unter anderem bei Essen auf Rädern unterstützen wollen, sind herzlich willkommen.

 

 

Weitere Informationen und Auskünfte erhalten Interessierte über die Telefonnummer (02231) – 606/14.