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Evakuierungsübung der Stadt Wien auf der neuen U2 Strecke

Stromausfall auf der U2-Strecke – der Zug bleibt nach einem technischen Gebrechen mit 150 Fahrgästen 200 Meter nach der Station „Donau Marina Handelskai-Wehlistraße“ auf der Donaubrücke stecken. Zum Glück nur die Annahme für eine Einsatzübung der Stadt Wien.


Da die Dauer der Fahrtunterbrechung nur schwer abschätzbar war, entschloss sich die Einsatzleitung der Wiener Linien die Fahrgäste, darunter waren auch einige Verletzte, die versorgt werden mussten, gemäß den Betriebsvorschriften in Richtung Station „Marina“ aus dem Zug zu evakuieren.

 

Nach einer Alarmierung über die Samariterbund Rettungsleitstelle Wien wurden die Einsatzkräfte zum Schadensort beordert. Thomas Kiesling koordinierte vor Ort als Hauptinspektionsoffizier (HIO) erfolgreich die Maßnahmen des Samariterbundes und war mit dem HIO vom Roten Kreuz eine wichtige Schnittstelle zum Leitenden Notarzt der MA 70 – Wiener Berufsrettung. Stefan Grasel, der als Sicherheitsoffizier am Bahnsteig eingeteilt war, achtete darauf, dass von den Teilnehmern alle Sicherheitsvorschriften speziell bei Einsätzen im Gleisbereich eingehalten wurden.

An der Übung nahmen unter anderem die Wiener Berufsfeuerwehr (MA 68), das Sanitätsteam Wien (Wiener Rettung, Rotes Kreuz, Arbeiter Samariterbund, Malteser und Johanniter), das Militärkommando Wien, die Bundespolizeidirektion Wien und die Wiener Linien teil. Koordiniert wurde die Aktion unter der Leitung der Magistratsdirektion Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen.

 

Die Koordinierung und Abstimmung der verschiedenen Einsatzorganisationen wurde nach internationalen Standards erfolgreich absolviert. Der Aus- und Fortbildungskoordinator des Sanitätsteam Wien, Bundesrettungskommandant Wolfgang Zimmermann war bei dieser Übung in der Übungsleitung und konnte von einem speziellen Platz aus die Abläufe der Hilfsmaßnahmen verfolgen. Hauptziel war die technische Beübung der noch in Bau befindlichen Strecke und die Koordinierung und Abstimmung der verschiedenen Einsatzorganisationen. Insgesamt nahmen über 280 Personen an dem Szenario teil. Die Ergebnisse der Einsatzübung tragen zu einer noch besseren Kommunikation zwischen den Einsatzkräften bei. Die Probe für den Ernstfall endete gegen 11.30 Uhr.