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Fahrzeugweihe beim Samariterbund Tirol

Katastrophenschutz braucht Vorsorge und im Ernstfall das reibungslose Zusammenspiel aller Blaulicht- und Hilfsorganisationen.

Bei der Schlüsselübergabe v.l. Samariterbund Tirol-GF Gerhard Czappek, das Technik-Team für den Katastrophenhilfeeinsatz Rudi Lorenz, Manfred Schipflinger und Thomas Treichl, LH-Stv. Josef Geisler, Rettungshunde-Staffelkommandantin Gundula Czappek mit Rettungshund "Amor" und Hermann Schuler.

Ehrung für den Bezirkshauptmann – v.l. die beiden Samariterbund Tirol-Geschäftsführer Gerhard Czappek und Gerald Fitz, BH Dr. Christoph Platzgummer, stv. ASBÖ-Bundeschefarzt MedR. Dr. Wolfgang Hengl und LH-Stv. Josef Geisler.

Der 2003 gegründete Samariterbund Tirol engagierte sich von Beginn an auch in der Katastrophenhilfe und so war die Freude am 13. Juli 2019 groß, als bei der Weihe von sechs neuen Fahrzeugen mit einem Wert von rund 240.000 Euro mit Unterstützung des Landes Tirol auch ein Katastrophenschutz-Fahrzeug mit Anhänger und leistungsstarkem 110 KVA Stromaggregat offiziell in Dienst gestellt werden konnte. Der neue Ford Ranger Pick-Up mit Hänger von Ford Schuler bewährte sich bereits bei ersten Übungseinsätzen, wobei im Katastrophenfall alle Fahrzeuge der Rettungsorganisation eingesetzt werden.

Autarke Versorgung durch das Stromaggregat

"Das Stromaggregat ermöglicht eine autarke Versorgung unseres Stützpunktes bei einem Blackout. Ein Satelliten-Internet wird gerade vorbereitet und zusätzlich warten wir ein zweites Funksystem", erklärte Landesgeschäftsführer Gerhard Czappek zur Vorsorge. Unter den offiziell in Dienst gestellten Fahrzeugen sind drei Behinderten-Transporter, ein Mannschaftswagen und das 4. Motorrad der Samariterbund Sanitäts-Motorradstaffel, die 2014 gegründet wurde und u.a. bei der Stau-Betreuung zum Einsatz kommt.

Gute Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen

"Wir sehen uns als Ergänzung, keinesfalls als Konkurrenz", betonte Czappek die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die mittlerweile reibungslos funktioniert. Auch dank des vermittelnden Wirkens von Bezirkshauptmann Dr. Christoph Platzgummer, der erklärte: "Die Bevölkerung erwartet sich zielorientierte und effiziente Hilfe, das Ziel ist möglichst hohe Sicherheit." Dabei sei "gut miteinander reden der Schlüssel zum Erfolg".

Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte

"Tirol hat ein tolles Rettungs- und Katastrophenschutzsystem, in das alle Organisationen eingebunden sind", betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Ökonomierat Josef Geisler. Er hob die geleistete Schulungsarbeit hervor, die auch gemeinsame Übungen umfasst, und bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften. Das Land Tirol unterstützte die Katastrophenschutz-Vorsorge beim Samariterbund bisher mit 60.000 Euro Fördergeld. Nach der Segnung der Fahrzeuge durch Kooperator Dr. Binu John hoben Tirols Rot-Kreuz Landesrettungskommandant Oswald Gritsch und Bezirksfeuerwehr-Kommandant Hannes Mayr die gute Zusammenarbeit hervor. "Es gibt keinerlei Reibungspunkte mehr, wir sind auf einem guten Weg", erklärte Gritsch, gratulierte und wünschte sich "Weiter so! Unser Herz schlägt in derselben Brust." Bezirkspolizei-Kdt. Obstlt. Walter Meingassner bestätigte ebenso, dass "die Zusammenarbeit ausgezeichnet funktioniert" und Kirchbichls Bürgermeister Herbert Rieder meinte, "heute ist ein Freudentag für alle!"

Ehrung für Bezirkshauptmann

Das Katastrophenmanagement habe sich auf Gemeindeebene in den vergangenen Jahren drastisch geändert und stelle alle vor Herausforderungen, da die Wetterkapriolen zunehmen. Und da sei man froh über kompetente Partner bei den Einsatzorganisationen. Bevor nach dem offiziellen Festakt mit Übergabe der Fahrzeugschlüssel an die Fahrzeug-Verantwortlichen, musikalisch umrahmt vom Egger-Bläsertrio, mit Grillerei und Kaffeejause zum gemütlichen Teil übergegangen wurde, verlieh der Samariterbund Österreichs erstmals in Tirol das Verdienstkreuz mit rotweißrotem Band an Bezirkshauptmann Dr. Platzgummer als Dank dafür, dass er von der ersten Sekunde seit Amtsantritt die Zusammenarbeit aller Blaulicht-Organisationen forciert und den Samariterbund sofort in die Hilfsgemeinschaft aufgenommen hat.

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