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Fit für die Vielfalt? - Aufstieg durch Bildung im Kindergarten

Am 20. Oktober wurden im Rahmen einer Veranstaltung zwei Studien präsentiert, die zeigen, was der Kindergarten leisten kann, um unterschiedliche Bildungschancen auszugleichen


Wer im Kindergarten war, erbringt in der Volkschule und der Unterstufe bessere Leistungen. Das ist bekannt. Nicht bekannt war bisher, welchen Einfluss die Dauer des Kindergartenbesuchs, die Qualität der Betreuung und die Mehrsprachigkeit im Kindergarten auf die späteren Schulleistungen haben. Diese Wissenslücke schließen die Bildungsforscherinnen Kathy Sylva (Oxford University) mit einer Langzeitstudie zur Kindergartenqualität in England und Barbara Herzog-Punzenberger (Universität Linz) mit einer Studie zur sprachlichen Vielfalt in österreichischen Kindergärten.

Beide Studien wurden im Rahmen der Veranstaltung präsentiert und diskutiert. VeranstalterInnen waren der Samariterbund, die Caritas, das Rote Kreuz, die Industriellenvereinigung, die Wirtschaftskammer, der Gewerkschaftsbund und die Arbeiterkammer. ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller, ASBÖ-Vize-Präsident Alex Prischl als Vertreter des ÖGB sowie Stefan Siegert als Vertreter der Wirtschaftskammer begrüßten die Gäste und leiteten die Veranstaltung mit Statements zu Elternarbeit, Monitoring und Diversität ein.

Insgesamt wurden von den Veranstaltern folgende Forderungen gestellt:

  • Elementarbildung in Bundeskompetenz
  • Qualifizierungsschub in der Ausbildung
  • Mehr Diversität
  • Systematische Qualitätssicherung
  • Elternarbeit stärken und ausbauen

Die Befunde stammen aus der laufenden Studie „Migration und Mehrsprachigkeit“, finanziert von einem Konsortium aus Arbeiterkammer Wien, Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer Österreich, Österreichisches Rotes Kreuz, Österreichischer Gewerkschaftsbund, Caritas Österreich/Wien und Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Die Studienergebnisse sind als Policy Briefs abrufbar unter http://paedpsych.jku.at/index.php/mime/