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Geburtshilfe am Telefon


Die kleine Patricia ist dank einem engagierten Papa als Hebamme und der kompetenten Unterstützung der Leitstelle des Wiener Samariterbundes am Telefon im heimischen Wohnzimmer auf die Welt gekommen. Mutter und Kind geht es bestens.

Ende August lagen die Nerven bei Familie N. im 23. Wiener Gemeindebezirk schon etwas blank. Die jüngste ihrer drei Töchter sollte in Kürze mit dem Kindergarten beginnen, die mittlere mit der Schule. Die Mutter Katrin war hochschwanger, und das Baby sollte möglichst noch vor Schulbeginn kommen: "An diesem Wochenende wollten wir es rausschmeißen!", lacht sie. Das ging dann schneller als erwartet.

Als am frühen Abend die erste Wehe einsetzte, wusste die dreifache Mutter, dass sich die Fahrt ins Spital nicht mehr ausgehen würde. Als sich Michael Felix in der Leitstelle des Wiener Samariterbundes meldete, war schon das Köpfchen zu sehen. Mit Hilfe des erfahrenen Vaters, einer engagierten Nachbarin und der ruhigen, kompetenten Anleitung des Leitstellen-Disponenten kam die kleine Patrizia ganz friedlich und sicher auf dem Wohnzimmersofa zur Welt. Durch das Telefon war sogar der erste Schrei des gesunden Babys zu hören.

Für Michael Felix, Mitarbeiter der Rettungsleitstelle des Wiener Samariterbundes, war es die erste Telefongeburt. "Am Anfang war ich schon nervös, das hat sich dann aber gelegt", erzählt er. Diese Woche traf er die Familie und überreichte im Namen des Samariterbundes Blumen. Die kleine Patricia war unbeeindruckt, fühlte sich aber auf dem Arm des jungen Samariters sichtlich wohl.