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Geschichten, die das Leben schrieb


Am Freitag, 18. Oktober, war es so weit: Gerhard Ruhs las erstmals aus seinem Buch „Mein Rucksack - Ein Kochbuch mit Geschichte“. Zahlreiche Gäste fanden sich im Samariterbund-Internetcafé ZwischenSchritt ein und hörten gebannt den Geschichten aus dem Leben von wohnungslosen Menschen zu. Die vielen unterschiedlichen Schicksale, erzählt aus der Perspektive der Betroffenen, berührten und regten zum Nachdenken an. Im Anschluss gab es Aufstriche, die nach Rezepten aus dem Buch von Bewohnern der verschiedenen Wohnungsloseneinrichtungen zubereitet und serviert wurden.

Bei antialkoholischen Cocktails, gemixt von Sascha mit Ali und Rahim  aus der Samariterbund-Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, gab es noch regen Austausch über Ängste und Vorurteile obdachlosen Menschen gegenüber. "Obdachlose werden oft fälschlicherweise mit Attributen wie arbeitsscheu, Sandler und schlimmeren Worten bedacht. Wenn man sich die Zeit nimmt und in die Augen dieser Menschen sieht, dann entdeckt man Angst, Trauer, Freude und auch Schmerzen. Ich wollte mit diesem Buch erreichen, dass man den Menschen und seine Geschichte dahinter sieht", erklärte Autor Gerhard Ruhs.

Für große Bewunderung sorgten auch die Bilder von Herrn Andersen Essl, die an diesem Tag erstmals im Internetcafé ZwischenSchritt ausgestellt wurden.  Andersen Essl, Bewohner der Samariterbund-Wohnungsloseneinrichtung Haus SAMA, beschäftigte sich schon seit Jugendjahren mit der Malerei und konnte schon bei internationalen Ausstellungen mit seinen Bildern beeindrucken.