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GEZA begrüßt Rückkehr Aminatou Haidars

Erster Schritt der marokkanischen Regierung


Die Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar steht kurz vor ihrer Rückkehr in die Westsahara. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass ein Flugzeug mit Haidar an Bord am Donnerstagabend
von Lanzarote mit dem Ziel Westsahara startete. Zuvor war Haidar die Rückkehr in ihre Heimat von den marokkanischen Behörden mehrfach verweigert worden. Dagegen hatte sich die aufgrund ihres friedlichen Widerstandes auch als "Ghandi der Westsahara" bezeichnete Aktivistin mit einem Hungerstreik gewehrt, der nun bereits einen Monat andauerte.

 

"Wir begrüßen, dass die marokkanischen Behörden endlich auf den internationalen Druck und Aminatou Haidars Hungerstreik reagiert haben", kommentiert Andreas Balog, Geschäftsführer der GEZA
(Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH). "Es ist zu hoffen, dass Aminatou Haidar nach ihrer Rückkehr in die besetzten Gebiete die dringend notwendige medizinische Behandlung erhält und sie keine bleibenden gesundheitlichen Schäden davonträgt."  Gemeinsam mit der ÖSG-Vorsitzenden und GEZA-Beirätin LR Karin Scheele, der Abgeordneten im Europa-Parlament Ulrike Lunacek und weiteren NGOs hatte die GEZA mehrfach die Rückkehr Haidars gefordert. Eine Kundgebung vor der
Wiener Staatsoper und ein Besuch beim marokkanischen Botschafter in Österreich hatten der Forderung Nachdruck verliehen. "Wir erinnern aber daran, dass sich die erst im Oktober widerrechtlich
festgenommenen sieben Menschenrechtsaktivisten nach wie vor in Haft befinden und der Bevölkerung der Westsahara durch die Besetzung Marokkos weiter das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt wird",
ergänzt Andreas Balog.

 

Hintergrund:

Die Westsahara, ehemals spanische Kolonie, wurde 1975 von Marokko völkerrechtswidrig besetzt. Seit 1991 blockiert Marokko die Bemühungen der UNO für ein freies und faires Referendum über die Zukunft der Westsahara. Nach der Besetzung floh ein großer Teil der saharauischen Bevölkerung in die Wüste Algeriens. Seit mehr als 30 Jahren leben rund 160.000 Saharauis unter prekären Bedingungen in
Flüchtlingslagern mitten in der Sahara.

 

Über die GEZA

Die GEZA ist eine österreichische, konfessionell unabhängige Nichtregierungsorganisation, die sich der Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungspolitischen Bildungsarbeit widmet. Getreu ihrem Motto
"der Welt die Hand reichen" setzt sich die GEZA für Armutsbekämpfung, Gesundheit, Bildung, lokale Wirtschaftsentwicklung sowie Demokratieförderung und Menschenrechte ein. Als Gesellschafter der
GEZA ist der ASBÖ räumlich und inhaltlich stark mit der Non-Profit-Organisation verbunden. Mehr Informationen zu den Projekten der GEZA finden Sie auf www.geza.at

 

Rückfragehinweis:
   Markus Widmer, Öffentlichkeitsarbeit Samariterbund
   0664 844 60 19
   markus.widmer@samariterbund.net