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GEZA beim mobilkom austria award 08

GEZA setzt ein starkes Zeichen in der Entwicklungszusammenarbeit


Auf Initiative der Mobilkom Austria wurde heuer ein Projekt einer Nichtregierungsorganisation zum Thema „How to grow Freedom – Gesellschaftspolitisches Engagement zur Förderung von Freiheit und Demokratie“ ausgezeichnet. Die GEZA hat das Projekt „Förderung von Frauen- und Kinderrechten in Norduganda“ eingereicht und wurde aus über 196 Einreichungen in die Endrunde der besten neun  Projekte aufgenommen.

 

Der neue Geschäftsführer der GEZA, Andreas Balog, dazu: „Wir sind sehr stolz, mit unserem Projekt in Norduganda als einziges nicht-europäisches Projekt in die Runde der besten neun  gewählt worden zu sein. Viel wichtiger ist aber, dass wir einen Beitrag zum Aufbau demokratischer Strukturen und gesellschaftspolitischer Freiheit geleistet haben. Wir haben den Eindruck, dass wir den Menschen wieder Hoffnung und Perspektiven geben konnten. Unser Dank gilt allen beteiligten AkteurInnen, insbesondere unserem lokalen Partner ACORD Uganda und  dem Fördergeber, der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.“

 

Im Rahmen der Veranstaltung trat der ehemalige UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan als Redner auf, die Jury war mit hochdekorierten Persönlichkeiten der österreichischen Politik, Wirtschaft und Medienlandschaft besetzt.

 

Krisengebiet Norduganda

 

Im internen Konflikt zwischen der Rebellengruppe Lord’s Resistance Army (LRA) und ugandischen Regierungstruppen war die Zivilbevölkerung in Norduganda Opfer grausamer Verstümmelungen, Morde und Kindesentführungen. Zum Schutz der Bevölkerung wurden Camps errichtet, in die über 90% der Bevölkerung evakuiert wurden. In den überfüllten Lagern herrschte soziokulturelle Entwurzelung, Alkoholismus und eine hohe Rate an Gewalt, besonders gegen Frauen und Kinder. Mit einer einzigartigen Informationskampagne gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation ACORD Uganda und lokalen Institutionen (Lokalregierung, Polizei, Gesundheitspersonal, Militär) gelang es GEZA über 150.000 Menschen in Norduganda über ihre Rechte zu informieren und ihnen bei der Durchsetzung dieser zu unterstützen.

 

Welthunger- statt Welternährungstag

 

„Die allgemeine Finanzkrise wird auf dem Rücken der ärmsten Länder ausgetragen. Aufgrund der weltweiten Teuerungen und der steigenden Preise für Öl und Lebensmittel gibt es für NPOs immer mehr Handlungsbedarf und das bei einem massiven Spendenrückgang für Hilfsorganisationen. Angesichts fast einer Milliarde Menschen, die unter Unterernährung leiden, wird die Bezeichnung  ‚Welthungertag‘ leider immer angebrachter“, begründet ASBÖ-Präsident Franz Schnabl das Engagement des Samariterbundes in der Entwicklungszusammenarbeit.