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GEZA-Projekt AWARE schafft Bewusstsein für UN-Millenniumsziele

Aktionen und Diskussionen in Wien als Basis für EU-Lobbying

Wien (OTS) - Am 23. September 2010 geht in New York das UNO-Gipfeltreffen zu Ende, bei dem Staats- und Regierungschefs aus aller Welt über die Millenniums-Entwicklungsziele berieten. Die vorhergehende Woche hat die GEZA (Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH) genutzt, mit einer Reihe von Aktionen mehr Bewusstsein für die Millenniumsziele zu schaffen. Laut einer Meinungsumfrage wissen nämlich rund 82% der EU-BürgerInnen nicht oder kaum über diese Ziele Bescheid.

 

Das EU-Projekt "AWARE - Action for Wide Awareness Raising in Europe" befasst sich deshalb seit über einem Jahr damit, mehr Bewusstsein für die Millenniumsziele zu schaffen, vor allem für das zweite Ziel "Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung". Es wird in sechs EU-Ländern umgesetzt und in Österreich von der GEZA und dem Verein Zeit!Raum durchgeführt. Im Rahmen der "AWARE Action Week" fanden in Wien von 12. bis 17. September 2010 mehrere Veranstaltungen statt.

 

Beginnend mit dem Fest des Kindes am 12.9. im Auer-Welsbach-Park wurden Workshops und Spiele zum Thema Millenniumsziele angeboten und von musikalischen Darbietungen aus Kenia, Westafrika und Brasilien begleitet. Tags darauf fand die Diskussionsveranstaltung "Die Millenniumsziele und die Repräsentation Afrikas innerhalb der österreichischen Medienlandschaft" statt. ExpertInnen wie Margit Maximilian (ZIB Ausland, ORF), Ralf Leonhard (taz-Korrespondent), Alexis Nshimyimana Neuberg (Radio Afrika TV), Monika Kalcics (Ö1) und Simon Inou (Afrikanet.info) teilten ihr Wissen. Pacal Ndabalinze (ENARA) moderierte die Veranstaltung.

 

Die nächste Diskussionsveranstaltung, am 14. 9., hatte das Thema "Die Rolle der Millenniumsziele im österreichischen Bildungssystem" und wurde von Herbert Langthaler (Asylkoordination Österreich) moderiert. Erwin Hinterholzer (Jugend eine Welt), Matthias Haberl (Südwind NÖ) und Franz Halbartschlager (Südwind) gaben spannende Einblicke in die Praxis des "Globalen Lernens" und die Millenniumsziele im österreichischen Bildungssystem. Aus den Ergebnissen der Diskussionsrunden aller teilnehmenden Länder wird nun ein Lobbyingpapier für die EU entstehen, das Vorschläge zur verstärkten Förderung von Entwicklungsagenden enthält.

 

Die Gewinnerinnen des AWARE-Jugendwettbewerbs wurden am 15.9. prämiert und hielten einen Fotovortrag über ihre Reise nach Eritrea. Am 16.9. wurde ein afrikanischer Filmabend zu den Themen HIV/Aids, Bildung und Menschenrechte durchgeführt. Die AWARE-Action-Week klang vor dem Museumsquartier mit der Kundgebung "Stand Up, Take Action ... make noise for the Development Goals" am 17.9.2010 aus.

 

Über die GEZA: Getreu ihrem Motto "der Welt die Hand reichen" setzt sich die GEZA in Projekten in Afrika, Zentralamerika und Europa für Armutsbekämpfung, Gesundheit, Bildung, Menschenrechte, Demokratie und lokale Wirtschaftsentwicklung ein. Als Gesellschafter der GEZA ist der ASBÖ räumlich und inhaltlich stark mit der Non-Profit-Organisation verbunden.  

 

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