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GEZA-Projekte in den saharauischen Flüchtlingslagern


Die GEZA führt bereits seit vielen Jahren Projekte in den saharauischen Flüchtlingslagern in Südostalgerien durch. Ein aus OEZA Mitteln finanziertes Projekt befasst sich mit der Renovierung der Volksschule in Aiun, die nun abgeschlossen ist. Die Schule war durch die Witterung und Sandstürme beschädigt gewesen.

Gemeinsam mit lokalen ArbeiterInnen konnte die GEZA das Schulgebäude wieder in Stand setzen. Ergänzend wurden Zubauten und Sanitäranlagen errichtet. Der Unterricht findet in den neuen Gebäuden seit kurzem wieder statt. In den kommenden Wochen sollen neue Schulmöbel angeschafft werden.

Seit Oktober 2011 organisiert die GEZA aus Mitteln der Stadt Wien ein Projekt zur Förderung der Gesundheit von alten und pflegebedürftigen Menschen. Mitte März reisten die Krankenpflegerin und Soziologin Lisa Sterzinger und Angelika Maier, Projektreferentin der GEZA, in die Flüchtlingslager. Frau Sterzinger hielt einen 6-tägigen Kurs zur Schulung von Gesundheitspersonal und HeimhelferInnen zum Thema Pflege, der letzte Woche zu Ende ging. Insbesondere wurden Aspekte der Gesundheitsprävention, Bettlägerigkeit und Diabetes thematisiert. Von Seiten der TeilnehmerInnen wurde die Weiterbildung sehr positiv aufgenommen. Das Kooperationsministerium bat die GEZA aufgrund des großen Bedarfs weitere Schulungen im Pflegebereich zu organisieren.

Darüber hinaus besuchte die GEZA das Minenopferzentrum. Hier leben Saharauis, die während des Kriegs verletzt wurden sowie Opfer von Minen. Wenig bekannt ist, dass Marokko eine mehr als 2500 km lange Mauer mitten durch die Wüste der Westsahara errichtet hat, die stark vermint ist. Das Minenopferzentrum wurde von der GEZA durch Pflegematerialien unterstützt. Der Leiter des Zentrums und der medizinische Direktor bedankten sich sehr herzlich und baten um dringende finanzielle Mittel für weitere Pflegematerialien und einen Generator. Im Sommer kann die Temperatur in den Flüchtlingslagern auf mehr als 50 Grad im Schatten ansteigen. Ohne Generator wird es im kommenden Sommer auch keine Klimaanlage für die BewohnerInnen des Zentrums geben. Die GEZA sammelt hierfür Spenden. Wir danken für Ihre Unterstützung