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Großübung im Bereich Demonstrations- und Versammlungsaktivitäten

Am 06.05.2014 fand im Gemeindegebiet von Bruckneudorf eine Übung mit mehr als 508 Personen statt. Neben dem Polizeipersonal und den Szenariendarstellern, nahmen auch Rettungskräfte des Roten Kreuz und des Samariterbundes Burgenland teil. Was passiert, wenn eine Demonstration aus dem Ruder läuft und die Rettungskräfte nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen können? Diese und viele andere Aspekte sollten bei der Übung so gut wie möglich behandelt werden, um für den Fall der Fälle bereit zu sein.


Insgesamt wurden bei dieser Großübung fünf mögliche Szenarien durchgespielt, wie eine Demonstration ablaufen bzw. auch ausschreitend werden kann. Während im ersten Szenario die Menge der Demonstranten noch friedlich unterwegs waren, steigerte sich die Provokation im zweiten Szenario, das durch Sprechchöre und Pyrotechnik bestimmt war.

In der dritten Übung wurden zwei Szenarien nach einander abgehandelt, wo auch der Samariterbund Burgenland eingesetzt worden ist. Zuerst musste das Rettungsfahrzeug in die Menge von halbfriedlichen Demonstranten, um eine verletzte Person bergen zu können. Begleitet wurde das Fahrzeug von Polizeipersonal, das somit verhindert, dass die Rettungskräfte nicht an ihrer Arbeit behindert werden.

Die Behinderung des Rettungspersonals ohne Fahrzeug, ist ein weiterer Aspekt der in dem dritten Szenario behandelt wird. Eine Rettungsmannschaft begibt sich zu Fuß in die Menge, um verletzte Personen zu versorgen und zu bergen. Auf dem Weg in die Menge, werden sie von dem Polizeipersonal begleitet, da Einzelpersonen versuchen könnten, die Rettungskräfte mit Wurfgegenständen zu behindern. Sobald sie bei den verletzten Personen angekommen sind, findet eine Erstversorgung statt, um möglichst schnell den Gefahrenbereich wieder verlassen zu können. Hier ist wieder die Zusammenarbeit und die Absprache zwischen Rettungsdienst und Polizei gefragt, um wieder aus der aktiven Menge mit den Verletzten herauszukommen. Die letzten beiden Szenarien waren für den Samariterbund Burgenland dahingegen spannend, da sie eine Personenversorgung im Randbereich des Geschehens durchführen mussten.

Wir möchten uns für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei bedanken, die in so einem ausschreitenden Ereignis sehr wichtig ist, damit wir unsere Arbeit leisten können. Weiters freut es uns, dass wir an dieser Übung teilnehmen durften, um so unser Wissen in Ausnahmesituationen abzurufen, aber auch weiter ausbauen zu können.