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Großübung in der Wildschönau

Abschlussübung der Feuerwehren in der WildschönauAm Sonntag den 19.10.09 stellten sich die Feuerwehren des Hochtals Wildschönau und der Feuerwehr Wörgl einer anspruchsvollen Übung. Ein Brand neben dem Altenwohnheim in Oberau machte eine Evakuierung des Wohnheims notwendig. Neben diesen beiden Szenarien wurde noch ein Verkehrsunfall mit zwei im Fahrzeug eingeklemmten Personen nachgestellt. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften wurde gegen 13.30 Uhr  von der Landesleitstelle alarmiert.


Parallel zur  Brandbekämpfung des angrenzenden Bauernhofs wurde die Evakuierung des Heims begonnen. 30 Personen, die teilweise noch in ihren Pflegebetten lagen, wurden von der Feuerwehr und den Sanitätern des ASB in ein Notlager gebracht. Ein Teil der Bewohner wurde im benachbarten Gasthaus vom Kriseninterventionsteam des ASB betreut.

Mit der Bergeschere wurden die Personen aus dem verunfallten Fahrzeug befreit und dem ASB Rettungstaem übergeben. Zusammen mit dem Verwalter des Altenwohnheims, der Feuerwehr und dem Samariterbund wurde eine gemeinsame Einsatzleitung errichtet.

 Bei der Überprüfung der Bewohnerlisten wurde festgestellt, dass 2 Personen abgängig waren. Sofort wurde die Rettungshundestaffel des ASB nachalarmiert. Nachdem die Suchhunde  mittels Bekleidungstücken die Spur aufgenommen hatten, konnten beide vermisste Personen in kürzester Zeit im angrenzenden Wald gefunden werden. 

Die Evakuierung eines Wohnheimes im Brandfall stellt alle Einsatzkräfte immer vor eine große Herausforderung. Durch Übungen im gesamten Bezirk werden die Abläufe mittlerweile schon regelmäßig beübt. Gerade an diesem Tag zeigte sich bei starkem Scheefall und sehr eisigen Temperaturen, dass jede geborgene Person auch eine entsprechende Betreuung benötigt. Ein Schadensfall in dieser Größe kann deshalb nur im Zusammenspiel  mit vielen Einsatzorganisationen und Fachpersonal bewältigt werden.Neben den Feuerwehren war der Samariterbund Tirol mit 25 Sanitätern, dem Kriseninterventionsteam, 4 RTWs, dem First Responder und der Hundestaffel vor Ort. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und bei unseren Schminkerinnen, welche  die vielen Übungsopfer professionell vorbereiteten.