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Haiti: Frischwasser für über 3.000 Menschen

Derzeit sind wieder zwei Mitarbeiter des Samariterbundes in Haiti, um den Baufortschritt der Wiederaufbauprojekte zu begutachten. Zwei Brunnen sind bereits fertiggestellt, ein dritter ausgehoben.


Schon jetzt können sich also rund 2.400 Menschen mit kostenlosem Frischwasser versorgen, mit dem dritten Brunnen werden es 3.300 Personen sein. Weitere Standorte sind geplant, zudem ist bereits eine öffentliche Sanitäranlage fertiggestellt worden.

 

Ein gutes Jahr nach dem schweren Erdbeben haben vier von zehn Haitianern keinen Zugang zu sauberem Wasser. Selbst jene, die zu Trinkwasser kommen, sind entweder von Hilfslieferungen abhängig oder müssen ihr Wasser bei Händlern einkaufen. Die Lage ist besonders prekär, weil die seit Monaten grassierende Cholera-Epidemie ohne eine verbesserte Wasserversorgung kaum aufzuhalten ist. Bisher sind über 4.000 Cholera-Tote zu beklagen.

 

Der Wiederaufbau in Haiti gestaltet sich äußerst schwierig, da mangels Grundbuch die Besitzverhältnisse vieler Grundstücke unklar sind. Hurricans und politische Unruhen haben jegliche Bauarbeiten über Wochen und Monate verhindert. In Kooperation mit örtlichen Behörden und Organisationen setzt der Samariterbund dennoch alles daran, in der ländlichen Region von Léogâne die hygienischen Bedingungen durch den Bau von Brunnen und Sanitäranlagen entscheidend zu verbessern.

 

Finanziert werden die Bauprojekte von der Stadt Wien, die schon kurz nach dem Erdbeben die Summe von 250.000 Euro für den Wiederaufbau Haitis zugesichert hatte.