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Hilfseinsatz der Samariter in Marbach und Goldwörth


Rund 200 Samariterinnen und Samariter sind täglich in den vom Hochwasser stark betroffenen oberösterreichischen Gemeinden Goldwörth, Feldkirchen und Alkoven im Einsatz. „Da viele Menschen hier immer noch ohne Strom und Trinkwasser auskommen müssen, hat das Thema Verpflegung oberste Priorität“, Mag. Christian Wagner, Landessekretär des Samariterbundes Oberösterreich. Unterstützt werden die oberösterreichischen Samariter dabei von der Feldküche des Wiener Samariterbundes, die seit Mittwochabend vor Ort ist. In der „Großküche Hauptplatz“ in Feldkirchen/Goldwörth und Alkoven/Stocket werden täglich bis zu 1.800 Menschen verpflegt. Möglich gemacht haben das auch großzügige Sach- und Geldspenden lokaler Unternehmen und Familien.

Gleichzeitig helfen die Samariter den betroffenen Familien vor Ort beim Pumpen, Säubern und Entrümpeln. Am Donnerstagvormittag besuchte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer Goldwörth und wurde von Samariterbund Landespräsidenten Dir. Mag. Günther Erhartmaier über den Einsatz informiert. „Die beiden Samariterbund-Ortsgruppen Alkoven und Feldkirchen liegen mitten im Überschwemmungsgebiet. Dadurch konnten wir den betroffenen Menschen von der ersten Stunde an direkt und unkompliziert helfen“, betont Landessekretär Wagner. „Viele unserer ehrenamtlichen Kollegen haben in den letzten Jahren die Katastrophenhilfe-Ausbildung des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs absolviert. Das war spürbar, denn die Abläufe und die Kommunikation vor Ort haben hervorragend funktioniert“, so Christian Wagner weiter.

In der überfluteten niederösterreichischen Gemeinde Marbach hat der Samariterbund gestern Donnerstag ebenfalls einen Versorgungseinsatz gestartet: Sowohl die Helfer als auch die örtliche Bevölkerung werden von der Feldküche verpflegt. 20 Einsatzkräfte und sechs Sonderfahrzeuge sind vor Ort. Die mobile Leitstelle des Samariterbundes fungiert als Meldestelle für die Helfer und als Informationszentrale für die Bevölkerung. Bereits zuvor hatte der niederösterreichische Samariterbund in Marbach einen Erste-Hilfe-Stützpunkt eingerichtet.

In Persenbeug wird mit Unterstützung der dortigen Samariterbund-Gruppe eine provisorische Arztpraxis betrieben, nachdem die Ordination der örtlichen Ärztin überflutet worden war. „Das Engagement unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist beeindruckend. Gleichzeitig zeigt sich, dass uns die Ausbildung, die Übungen und die technischen Vorbereitungen unseres Katastrophenhilfsdienstes gut auf diese Situation vorbereitet haben“, erklärt Ralph Ebhart, Landessekretär des Samariterbundes Niederösterreich.

Sowohl in Niederösterreich als auch in Oberösterreich sind haupt- und ehrenamtliche Samariter aus anderen Bundesländern im Einsatz. „Eine solche Ausnahmesituation stellt die Strukturen einer Organisation vor eine große Herausforderung: Wir können feststellen, dass Zusammenarbeit zwischen den Verbänden des Samariterbundes bundesweit hervorragend funktioniert hat. Ich danke vor allem unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sofort zur Stelle sind, wenn Menschen Hilfe brauchen“, schließt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

Der Samariterbund bittet die Bevölkerung um Spenden für die vielen Betroffenen der Hochwasserkatastrophe.

Spendenkonto:                                                                                                                           

PSK:  00093 028 745, BLZ 60000

Stichwort: „Hochwasserhilfe“

Spenden per SMS: SMS mit gewünschtem Spendenbetrag an folgende Nummer: 0664 660 00 44

Spenden an den Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs sind steuerlich absetzbar.