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Internationaler Tag der Wiederbelebung

In Österrreich trauen sich nur zwei von zehn Menschen zu, jemanden wiederzubeleben. Dieser Wert ist alarmierend, denn ohne Wiederbelebungsversuche durch Ersthelfer, nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem leblosen Menschen jede Minute ab. Jeder zehnte Österreicher muss damit rechnen, im Laufe seines Lebens einen plötzlichen Herzstillstand zu erleiden, überleben können das nur zehn Prozent. Wenn Menschen einfach beginnen, den Patienten wiederzubeleben, während sie auf die Einsatzkräfte warten, kann die Überlebenswahrscheinlichkeit verdreifacht werden, sagt Daniel Unger, Leiter Rettungsdienst. „Es passiert leider nach wie vor zu selten, was uns die Arbeit als Rettungsteam auch erschwert, denn wenn in den ersten paar Minuten durch Ersthelfer eingeschritten wird, die Chancen sehr viel höher sind. Und den einzigen Fehler denn man bei der Ersten Hilfe machen kann, ist nichts zu tun.“, so Unger.


Wenn man eine reglose Person auffindet, sollte man sofort Erste Hilfe leisten und Wiederbelebungsmaßnahmen starten:

  • Rettungsdienst alarmieren (144)
  • Bewusstsein und Atmung prüfen (Zehn Sekunden lang - Sehen, Hören, Fühlen)
  • Wiederbelebungsmaßnahmen starten: Handballen auf die Mitte des Brustbeins, die zweite Hand auf die erste legen und die Finger miteinander verschränken, Arme durchstrecken, fest und schnell drücken; Die Frequenz sollte bei 100 Stößen pro Minute liegen.
  • Für die Frequenz und den Rhythmus beim Drücken, denken Sie an den Song "Stayin' Alive" von den Bee Gees, der Rhythmus des Lieds ist ideal für die Herzdruckmassage.
  • Nach 30 Mal Herdruckmassage kommen zwei Beatmungen, wenn ein Beatmungstuch vorhanden ist, bzw. man es sich zutraut. Dafür den Kopf überstrecken und die Nase zuhalten, dann tief einatmen und die Luft in den Mund des Menschen pusten. Sollte man nicht beatmen können/wollen, die Herzdruckmassage alleine ohne Beatmung kontinuierlich weitermachen, bis die Einsatzkräfte eintreffen und übernehmen.
  • Falls verfügbar, sollten Sie einen automatisierten externen Defibrillator (AED) anwenden. Solche Geräte stehen mittlerweile an vielen zentralen Stellen und in öffentlichen Gebäuden bereit. Sprachanweisungen helfen bei der richtigen Anwendung.